Im Betreff der andern Einwenbung, ſo iſt ſie eben ſo grundlos. Das Vorhandenſeyn verſchiedenartig charak⸗ teriſirker Individuen bey gleichem Futter— was nicht zu beſtreiten iſt— kann mehrere Urſachen haben. Es iſt daruͤber im Vorhergehenden das Noͤthige geſagt; um mich alſo nicht noch einmal zu wiederholen, ſo bemerke ich nur noch, daß wenn man z. B. eine entſchiedene Elektoral⸗ Heerde, die bisher milde Graͤſer und dergleichen Heu ge⸗ noſſen, auf ſaueres Gras und faueres Heu ſetzte; ſo wer⸗ den diejenigen Thiere, welche ſich zuerſt an die veraͤnderte Futterung gewoͤhnen, und am beſten freſſen, eher den Wollcharakter wechſeln, als ſolche, denen das ungewohnte Futter weniger behagt, und ſo wuͤrde man ſchon dadurch bey gleichen Nahrungsmitteln, verſchiedenartige Wollcha⸗ rakter wahrnehmen. Außerdem iſt der pechartige Ueberzug bey mager gefutterten Thieren in viel geringerm Grade, als bey reichlich genaͤhrten, wenn auch die Beſchaffenheit des Futters dazu disponirt. Trifft es ſich nun, daß das eine oder andere Thier anhaltende Unpaͤßlichkeit befaͤllt und die Nahrungsmittel ſind uͤberdem knapp: ſo erholt es ſich nur ſehr langſam, und unterſcheidet ſich von der uͤbri⸗ gen Heerde durch ganz reine Wolle; denn das Ausſchwiz⸗ zen der fetten Feuchtigkeit iſt entweder ganz unterbrochen, oder doch wenigſtens ſehr gemindert. Eben ſowohl iſt es auch nicht unwahrſcheinlich, daß zwey Thiere von gleichem Charakter und konſtanter Race in ihrem Koͤrperweſen in⸗ ſofern verſchieden organiſirt ſind, daß bey vorhandener Gelegenheitsurſache ſich das eine leichter zu einer Umaͤnde⸗ rung der Extremitaͤten hinneigt, als das andere.
Endlich iſt es eine bekannte Sache, daß die Natur nie von einem Extrem zum andern uͤberſpringt; aus einer reinen Wolle kann alſo auch nicht, ſogleich ſchmierige Wolle werden, und umgekehrt. Sie findet ſich im Allgemeinen
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