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Ansichten über Merinoszucht und die Verschiedenheit der Sächsischen Elektoralschaafe von der Infantado-Race sowie deren muthmaßliche Ursachen
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der Schaafkoͤrper durch die Hautporen entledigt. Mit die⸗ ſer klebrigen Subſtanz vermiſcht ſich Staub und dadurch wird der in Rede ſtehende pechartige Ueberzug mehr oder weniger gebildet.

Iſt das Nahrungsmittel dem Viehe homogener, ſo gebraucht es nicht ſo viel Maſſe zu ſeiner Ernaͤhrung und ſchon deshalb wirft es nicht ſo viel Unbrauchbares durch die Haut fort; nun koͤmmt aber noch dazu, daß homoge⸗ nere Nahrungsmittel weniger dem Thiere unbrauchbare Beſtandtheile in die Saͤfte liefert; es braucht alſo auch in dieſer Hinſicht nicht ſo viel durch die Haut fortzuſchaffen.

Man koͤnnte zwar dagegen einwenden, daß eines Theils wiederkauende Thiere eigentlich gar nicht transpiriren, und daß bey den Schaafen der vorhandene Fettſchweiß eine Ei⸗ genthuͤmlichkeit dieſer Thiere ſey, die die Beſtimmung habe, der Wolle die noͤthige Geſchmeidigkeit zu geben. Andern Theils finde man oft in einem Stalle, bey gleicher Fut⸗ terung und unter ſonſt gleichen Umſtaͤnden, einige Thiere mit ſchmieriger Wolle und einige andere, deren Wolle ganz rein ſey, was nicht ſtatt finden kann, wenn die Beſchaf⸗ fenheit der Nahrungsmittel ſo entſchieden einwirke. Was die erſtere Einwendung betrifft, ſo muͤßte, wenn ſich die Sache ſo verhielte, der qu. Fettſchweiß unter allen Um ſtaäͤnden immer gleichmaͤßig vorhanden ſeyn. Dieß iſt aber nicht der Fall. Bey maſtiger Futterung zeigt er ſich viel haͤufiger, als bey einer gewöhnlichen. Am auffallendſten iſt dieß bey Maſthammeln, ſie werfen insgeſammt eine auf⸗ ſerordentliche Menge Fettſchweiß durch die Haut aus, und werden bey der reinſten Streue davon ganz ſchwarz, von

welcher Race ſie auch ſeyn moͤgen. Dieſe Erſcheinung kann nur ihren Grund darin haben, daß von dem genoſſenen reichen Futter, die ihnen heterogenen Beſtandtheile, welche ins Blut ubergegangen ſind, durch die Hautporen fortgeſchafft werden.