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X. AaFpitel.
In wiefern kann man eine gewiſſe Geſtaltung der Schaafe oder die Beſchaffenheit der Wolle konſtante Race⸗Eigenſchaften nennen?
Wenn man in den verſchiedenen Heerden Spaniens denſelben Unterſchied, ſowohl in den Geſtalten der Schaafe, wie in ihrer Wolle vorfindet, als in Deutſchland, was man behaupten will: ſo glaube ich, daß auch dort eher die Urſache davon in den Lokalumſtaͤnden zu ſuchen iſt, als in der Verſchiedenheit der Racen, oder der Willkuͤhr der Zuͤchter. Es iſt zwar denkbar, ſogar wahrſcheinlich, daß auch Verſchiedenheit in manchen einzelnen Heerden ſtatt findet, ohne daß die Lokalitaͤt dabey einwirkt; als⸗ dann iſt ſie aber auf dieſelbe Art veranlaßt, wie bey uns, naͤmlich: durch nachlaͤßiges Ausmerzen, fehlerhafte Aus⸗ wahl der Zuchtſtäͤhre und Unkenntniß der Zuͤchter, auch wohl ſpaͤte Veredlung der Churros, und ſo ſcheint mir koͤnne man beſondere Eigenſchaften und Geſtalten, im ganzen Sinne des Worts, nicht konſtante Race nen⸗ nen.
In gewiſſer Hinſicht ſind es zwar wohl Race⸗Eigen⸗ ſchaften; denn die Eltern vererben ſie auf ihre Kinder. Sie werden aber nicht unaufhoͤrlich forterben, wenn nicht außer der ſorgſamen Auswahl der Zuchtſtaͤhre guͤnſtige Umſtaͤnde zur Vererbung vorhanden ſind, und jemehr das Futter und die Haltung derſelben entſpricht, je eher wird ſie ſtatt haben und nachhaltig bleiben.
Man ſtellt z. B. das hochedle Saͤchſiſche Schaaf als Vorbild des vollkommenſten Elektoral⸗Schaafs auf. Wenn nun meine Vermuthung richtig iſt, daß es durch die ein⸗
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