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61 hinſichtlich der Wollproduktion dennoch auf Seiten der Infantados. Der Beweis fuͤr dieſe Behauptung iſt ſehr leicht zu fuͤhren, als: eine hochedle Elektoral⸗Heerde ſcheert im Durchſchnitt pro Hundert Stuͤck 10 ſchwere Stein Wolle, und das iſt viel angenommen. Sie ſoll den Preis von 36 Thlr. pro Stein erhalten, betraͤgt in Summa 360 Thlr. Eine hochfeine Infantado⸗Heerde erhaͤlt dagegen von ein Hundert Stuͤck im Durchſchnitt 12 ¾ ſchwere Stein. Wenn man fuͤr jene 36 Thlr. an⸗ nahm, ſo kann man fuͤr dieſe unbedenklich 30 Thlr. pro Stein notiren, was fuͤr 12½ Stein 375 Thlr. betraͤgt, und alſo fuͤr dieſe ein plus von 15 Thlr. pro Hundert.
Das Verhaͤltniß im Wollertrage, wie im Preiſe, iſt gewiß nicht zu Gunſten der Infantados angenommen. Sollte man fuͤr die erſteren etwa 10 ¾ Stein pro Hun⸗ dert in Anrechnung bringen muͤſſen, ſo kann man auch fuͤr die lettern 13 Stein und daruͤber annehmen, und ſo wuͤrde man bey dieſen immer noch Vortheil haben.
Aber ein ſo uͤberzeugendes Exempel ſetzt man gar nicht an, um die groͤßere Nutzbarkeit der einen oder an⸗ dern Race zu ermitteln; Mode, Liebhaberei und das Be⸗ gehr nach Elektoral⸗Wolle beſtimmen die Schaafzuͤchter in ihrer Wahl; am haͤufigſten aber thut es der hoͤchſte Preis, welcher fuͤr einen Stein der erſtern bezahlt wird. Hier⸗ nach zwey verſchiedene Schaafracen zu wuͤrdigen, koͤmmt mir aber grade ſo vor, als wenn man zwey verſchiedene Flaͤchen Ackerland nach dem Preiſe fuͤr ein gewiſſes Maaß des darauf gewonnenen Getreides bonitiren wollte, wenn vielleicht ein Scheffel Rocken von der einen um einige Groſchen theurer verkauft wuͤrde, als von der andern. So wie hierbey die Ertragsfaͤhigkeit in der Quantitaͤt be⸗ rüͤckſichtigt werden muß, um den wirklichen Werth zu er⸗ mitteln; ſo iſt es auch dort noͤthig; denn ein Boden,


