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Ansichten über Merinoszucht und die Verschiedenheit der Sächsischen Elektoralschaafe von der Infantado-Race sowie deren muthmaßliche Ursachen
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. 48 Witterung geſchieht. Hiervon zu ſchließen, koͤnnte man faſt glauben, alle dortige Nahrungsmittel waͤren dem Viehe homogener.

Selbſt das Waſſer iſt ſo weich, oder beſitzt eine be⸗

ſondere Eigenthuͤmlichkeit, welche ſich den Sinnen dadurch

am gewiſſeſten darſtellt, daß ſowohl die Woll- wie die Zeugwaͤſche eine ungewoͤhnliche Weiße erhaͤlt, ungeachtet man mit beyden ſehr wenig Umſtaͤnde macht. Bey erſte⸗

rer jagt der Schaafzuͤchter ſeine Heerde vor der Schur

heute einigemal durch ein zwar tiefes, aber ſchmales Fluͤß⸗ chen, womit Sachſen in vielfacher Richtung durchfloſſen iſt, und morgen wieder; wodurch er eine Waͤſche erhaͤlt, die ſich mit jeder gewoͤhnlichen Schurwaͤſche meſſen kann. Wohingegen Schaafzuͤchter in manchen andern Laͤndern, ihr Vieh halb todt hetzen und quaͤlen; mit der Hand waſchen, und bey allem Fleiße nicht erlangen, was jene ſpielend erreichen. Die Zeugwaͤſche der aͤrmeren Klaſſe geſchieht gewoͤhnlich ohne Seife und dennoch erlangt fle in ihrer Art eine ungewoͤhnliche Weiße.

V. Kapitel.

Beſtätigung der vorſtehenden Meinungen durch die Erfahrung.

Wenn ein einſeitiger Beweis auch nicht definitiv fuͤr oder gegen eine Sache entſcheiden kann, ſo unterſtuͤtzt er doch im fraglichen die Behauptung: daß die Beſchaf⸗ fenheit der Nahrungsmittel fuͤr die Schaafe großen Einfluß auf die Beſchaffenheit der Wolle, die Geſtaltung und die Charakteriſtik

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