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Ansichten über Merinoszucht und die Verschiedenheit der Sächsischen Elektoralschaafe von der Infantado-Race sowie deren muthmaßliche Ursachen
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Wenn dieſe Beſchreibung auch zu unvolſſtaͤndig iſt, um daraus auf die eine oder andere Race mit Gewißheit ſchließen zu koͤnnen, ſo geht wenigſtens mit hinreichender Zuverlaͤßigkeit daraus hervor, daß das gegenwaͤrtige Elek⸗ toralſchaaf von dem damaligen merklich verſchieden iſt. Die Wollbewachſenheit der Extremitaͤten laͤßt— als charak⸗ teriſtiſches Zeichen der Infantados— dieſe Race vermu⸗ then und erkennen, ungeachtet keine andere angegeben ſind, die man in jener Zeit uͤberhaupt von dem Elekto⸗ ralcharakter noch nicht zu unterſcheiden wußte. Ueberdem haben alle die in den neueren Zeiten aus Spanien gehol⸗ ten Schaafe— ſo viel man davon erfahren hat— mehr Aehnlichkeit von den Infantados, als von den Elektorals in Sachſen.

Dieß alles zuſammen genommen unterſtuͤtzte meine ſchon laͤngſt gehegte Meinung noch mehr, nemlich: daß ſowohl die beſondern Eigenſchaften der Wolle, wie die Abweichung in der Charakteriſtik und der Geſtaltung der verſchiedenen Racen, oder was daſſelbe iſt, daß die Ver⸗ ſchiedenheit der Racen ſelbſt eine Folge der verſchiedenen Nahrungsmittel und des Waſſers ſey. Ich kam alſo auf die Vermuthung, daß das Saͤchſiſche Elektoral⸗Schaaf kein abſichtliches Produkt, ſondern eine, durch die Laͤnge der Zeit und durch die Eigenthuͤmlichkeit der waͤhrend derſelben genoſſenen Futtermittel, von ſelbſt entſtandene Erſcheinung ſey, und nicht in der Vollkommenheit— wenn es eine iſt und irgend anderswo angetroffen werde.

Das Vorhandenſeyn verſchiedener Nuͤanzirungen zwi⸗ ſchen den Elektoral- und Infantado⸗Racen kann denfel⸗ ben Grund haben. Jemehr die Nahrungsmittel der einen

oder andern zuſagt, je mehr neigt ſie ſich dazu hin, und 1

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