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gebiert und alſo zu jeder neuen Generation drey Jahre, zu vier oder fuͤnf Generationen alſo zwoͤlf bis funfzehn Jahre erforderlich ſind. Wollte man aber die Verſuchszeit abkuͤrzen und ſtatt vierzaͤhnige ſchon Erſtlingsſchaafe zulaſ⸗ ſen, ſo koͤnnte dadurch das Reſultat ſehr unzuverlaͤßig werden, weil ſich vielleicht die Nachzucht, von nichts als noch nicht gehoͤrig ausgebildeten Muͤttern, ſowohl in der Wolle, als in den Staturen, widernatuͤrlich geſtalten moͤgte. Die feinſte Wolle wuͤrde man vielleicht auf dieſe Weiſe erhalten, beſonders von denen, die mit jungen Staͤhren gepaart wuͤrden; es koͤnnten aber auch vielleicht häufige Abſpruͤnge von dem Naturgemaͤßen(Ueberbildung) vorfallen, die bey Unvollkommenheiten der Ausbildung haͤufig zu ſeyn ſcheinen, und deshalb waͤre die Maaßregel nicht anzurathen.
In Sachſen iſt es zwar faſt allgemein gebraͤuchlich, daß die Erſtlinge zu den Staͤhren kommen, wovon nur die Schwaͤchlinge ausgeſchloſſen ſind; aber es fraͤgt ſich auch, ob die behauptete Ueberbildung und Ungleichheit des Charakters der dortigen Wolle, welche man da gefun⸗ den haben will, nicht eine Folge dieſes Verfahrens iſt. Denn Erſtlinge ſind noch nicht vollkommen ausgebildet; werden dieſe nun wieder mit Erſtlingsſtaͤhren, die auch noch nicht vollkommen ausgebildet ſind, zuſammen ge⸗ paart: ſo iſt nicht ganz unwahrſcheinlich, daß die naͤchſte Generation von ſchwaͤchlicher Beſchaffenheit iſt, die grade ihrer Schwaͤchlichkeit wegen ungewoͤhnlich feine Wolle traͤgt. Dieſer Feinheit wegen waͤhlt man nun wieder Staͤhre zur Zucht davon aus und ſo entſteht eine wider⸗ natuͤrliche Generation, deren Wolle manche Fehler beywoh⸗ nen, die man mit Recht Ueberbildung nennen kann.
Wenn man Vermuthungen aͤußern darf, ſo ſcheinen viele Thiere(vielleicht alle) ſo organiſirt zu ſeyn, daß ſie
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