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Langwierig war die Verbreitung der Schaafveredlung allerdings in Preußen und bloß aus dem Grunde, daß nicht in mehreren Provinzen eine Finkſche Muſterſchaͤfe⸗ rey epiſtirte, die mit einem praktiſchen Beiſpiel voranging. Da dieſe aber nur allein und auf der einen Grenze der Monarchie vorhanden war, ſo verbreitete ſich die Vered— lung nur in der Art bis zur entgegengeſetzten Grenze, daß ein Nachbar dem andern nachahmte.
Fuͤr Sachſen war in dieſer Hinſicht weit beſſer ge⸗ ſorgt. Es waren in der Mitte des Reichs mehrere Lan⸗ desherrliche Stammſchaͤfereyen etablirt, die die Zuchtſtaͤhre an die Unterthanen billig verkauften und von wo aus ſich die Veredlung nach allen Richtungen des NReichs verbreiten konnte. 1
III. Kapitel. Die Futterung der Schaafe in dieſer Periode.
a. Im Winter.
Bey dem Projekt, die allgemein gebraͤuchlichen grob⸗ wolligen Schaafe durch Staͤhre von Spaniſcher Abkunft zu veredeln, hatte es ſich zuerſt darum gehandelt, ob ſol⸗ che Thiere auch in unſerm kaͤltern Klima leben und ge⸗ ſund bleiben koͤnnten, und ob ſich auch die feine Wolle darin nicht veraͤndern werde? Naͤchſtdem, ob nicht viel⸗ leicht der groͤßere Futteraufwand, welches ſie den dama— ligen Nachrichten zufolge bedurften, und da ſie des Jah— res nur einmal geſchoren, auch weniger Wolle liefern wuͤrden, ihre Einfuͤhrung unvortheilhaft machte, indem das Debet ungeachtet der guten Wollpreiſe hoͤher zu ſte⸗ hen komme, wie das Crédit?


