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E⸗ iſt ein wahrer Mißbrauch, wenn Handſchriften der Welt ſo vor Augen geleget werden, wie ſie unter guten Freunden circuliren. Eine Schrift die unter den Haͤnden der Privatperſonen voͤlligen Bey⸗ fall findet, verdienet oft gar keinen bey dem Publico. Handſchriften handeln gemeiniglich ſo von Sachen, daß eine Kentniß derſelben bey denen ſchon vorausge⸗ ſetzet wird, welche ſie leſen; Sie enthalten Saͤchel⸗ chen, die Privatperſonen wichtig, der Welt aber noch weniger als gleichguͤltig ſeyn koͤnnen; Sie ſind ſelten ſo ausgearbeitet, daß die Ausdruͤcke rein, und die Wortfuͤgungen allemahl richtig genug waͤren: Offen⸗ hertzigkeit, Provinzialwitz, und Anſpielungen auf Sa⸗ chen, die uͤbermorgen ſchon vergeſſen werden, machen vieles unverſtaͤndlich wo nicht eckelhaft. Die gegen⸗ waͤrtige Schrift iſt zwar von Anfang an zur oͤffentli⸗ chen Bekandmachung entworffen, aber doch auch von Anfang an in der Geſtalt einer Handſchrift abgefaſſet worden. Sie hat zum Theil ſo bleiben muͤſſen, da der Verfaſſer die Correcktur nicht ſelbſt uͤbernehmen konnte, und kein anderer ihm vorgreiffen durfte, um ab und zuzuthun. Eben daher und theils auch durch des Abſchreibers Schuld, ſind die Druckfehler in ſol⸗ cher Menge eingeſchlichen, daß auch nur die, welche den Verſtand der Sache aͤndern, mit den gantz uͤber⸗ ſchlagenen Stellen angezeiget werden koͤnnen. Sonſt waͤre noch wegen des unrichtigen interpunctirens vieles zu erinnern,(welches beſonders von pag. 6. bis 13. ſo ſehr in die Augen faͤllt) wenn man nicht wegen der uͤbri⸗ gen ſo haͤuffigen Maͤngel, dieſes fuͤr einen der kleinſten
zu achten haͤtte. 3 3 Anſtat:


