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Das gerechte Verhältniß der Viehzucht zum Ackerbaue : aus der verbesserten Mecklenburgischen Wirthschafts-Verfassung abgeleitet ... ; nebst einem dreyfachen Anhang / [Verf.: Christian Wilhelm Christlieb Schumacher]
Entstehung
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Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau.

Waͤre dieſer ungleich, und es traͤten Ungluͤcks⸗ Faͤlle eben zu der Zeit ein, wo der groͤſſeſte Ge⸗ winſt zu hoffen ſtuͤnde, ſo koͤnnte man den Wirth mit einem Kaufmann vergleichen, welcher den groͤßten Theil ſeines Vermoͤgens einem einzigen zerbrechlichen Schiffe anvertauet hat, und in den Truͤmmern deſſelben ſeinen Untergang faͤnde.

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§. 2 Siehet der Landwirth nicht bloß auf das Gan⸗b)der Han⸗ ze, ſo nimt er die geringſten Vortheile wahr, wo⸗ 33 ſinen Einflu

durch er ſeine Einkuͤnfte auf das hoͤchſte treibet.

Wenn er alſo das Land bauet, ſo ſuchet erd nicht alleine ſolche Producten auf, die ſich reich⸗ lich vervielfachen, oder gut zutragen, ſondern zu⸗ gleich auf die, welche er am vortheilhaſteſten ab⸗ ſetzen oͤnne. So unentbehrlich auch Kornbau und Viehzucht ſeyn moͤgen, ſo richtet man ſich doch nunmehr, da man durch hundert Haͤnde das haben kann, was man ſonſt ſelbſt erwerben muͤ⸗ ſte, mehr nach dem baaren Ertrag; Und da wird in einem Weinlande der Wirth, ob es gleich zum Kornbau geſchickt waͤre, immer den Weinberg lieber, als Korn, bauen, wennjener eintraͤglicher iſt, und ſo umgekehrt.

Ein weit ſehender Mecklenburgiſcher Wirth merkte es, daß mit dem fortdaurenden ietzigen Kriege die Pferde im Preiſe ſtiegen. Er ſetzte darum die Rind⸗Viehzucht bey Seite, und zog Pferde an. Der Handel alſo befiehlt dem Wirth ſo oder anders zu verfahren.

§. 9.

Es koͤmt jedoch auch vieles auf die natuͤrliche c) die na⸗ Geſchicklichkeit des Bodens und Beſchaffenheittuͤrliche des Himmelſtriches an, wie ferne ſolcher Vieh⸗Beſchaf⸗ zucht oder Ackerbau beguͤnſtiget. Dieſer Him⸗fenheit des

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