Teil eines Werkes 
1 (1826) Beschreibung einer Reise durch das Königreich der Niederlande welche auf Veranlassung des landwirthschaftlichen Vereins in Bayern gemacht worden. 1
Entstehung
Einzelbild herunterladen

358 Armen⸗Colonie

Weder auf dem Arbeitsplatze, noch in der Schule laſſen ſich die Coloniſten durch ankommende Fremde, oder ſonſt ein Ereigniß geniren. Sie arbeiten fort, und nehmen nur wenig Notiz von dem, was um ſie herum vorgehen mag.

Dafuͤr, daß jede Arbeit gut und vollſtaͤndig ver richtet werde, ſorgt der Aufſeher, welcher am Aer cord nicht Theil hat, und fuͤr den Vollzug haftet.

Auſſerdem ſind die Coloniſten in den mehrſten Arbeiten dabei intereſſtirt, daß ſie nicht viel Arbeits taglohne koſten. Denn wenn ſie z. B. Haideplaggen oder Brenntorf ſtechen ꝛc., und dieſe verurſachen viele Arbeitskoſten, oder ſind von ſchlechter Beſchaffenheit, ſo muͤſſen ſie ſelbſt dieſe Maͤngel wieder buͤſſen; in dem ſie ſelbſt es ſind, welche die Haideplaggen und den Brenntorf verbrauchen, und der Geſellſchaft das wieder dafuͤr bezahlen muͤſſen, was an Arbeitslohn daran verdient worden iſt. Daher iſt nicht nur der Aufſeher Controlleur der Arbeit, ſondern es kontrollirt uͤberdieß jeder Coloniſt die Arbeit des anderen.

und July zu geſchehen pflegt, taͤglich 10 bis 12 Stuͤber, ein Knab von 12 Jahren 6 bis 9 Stuͤber verdienen. Die eine Haͤlfte des Verdienſtes wird in der Regel mit Karten be⸗ zahlt, die zweite aber zur Deckung der Schuldigkeit des Co loniſten einbehalten.

Nur ein Tag wird den Coloniſten wochentlich zur Miſt⸗ bereitung frei gegeben; die uͤbrigen Tage muß er bei der gemeinſchaftlichen Arbeit erſcheinen.

ſtd dm ſowiſe ton g

ſanme ds F baſen

nera,