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Freederiks⸗Oord. 557
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dentlich gekleidet, oder zu ſpaͤt koͤmmt, wird nicht zugelaſſen, und leidet Abzug am Verdienſte. Die Wykmeiſter und die Sektienmeiſter machen die vor—
zunehmenden Apbeiten bekannt, theilen die Leute hie—
zu ab, und fuͤhren ſie zur Arbeit. So viel es nur immer thunlich iſt, wird alle Arbeit in Accord, und hiedurch den Coloniſten und ihren Kindern Veran—
laſſung gegeben, ſich durch mehr Fleiß und Geſchick⸗
lichkeit ein groͤſſeres als das feſtgeſetzte Taglohn zu verdienen. Kinder von 6 bis 7 Jahren nehmen an dieſen Accordarbeiten Theil.
Von einem ſolchen Kinde verlangt man ſchon, daß es ſich wochentlich 6 Stuͤber, oder ungefaͤhr 16 Kreuzer verdiene, obſchon es beſondere Kinderarbeiten gar nicht gibt, ſondern dieſe mit den Erwachſenen beihelfend arbeiten muͤſſen.
Neue Ankoͤmmlinge, welche mit der Arbeit noch nicht umgehen koͤnnen, werden unter die Geuͤbteren vertheilt, und lernen bald ihre Arbeit ſchnell und gut verrichten.*)
*) In den Bepalingen iſt feſtgeſetzt: Im Sommer um 5, im Winter um 6 Uhr fruͤh leitet die Glocke zum Aufſtehen und die Hausarbeit zu verrrichten. Eine Stunde ſpaͤter wird wieder gelaͤutet, und man verſammelt ſich vor dem Hauſe des Wykmeiſters, wird verleſen und zur Arbeit gefuͤhrt von den Sektienmeiſtern. Wer nicht kommt, verdient dieſen Tag keinen Lohn. Ein Mann kann ſich in Accordarbeit mit Haideplaggenſtechen ꝛc., was in den Monaten Juny


