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544 Armen⸗Colonie
beſonders unter Umſtaͤnden, wo man, wie in der Co— lonie, jede Frucht duͤngen, und zu jeder Stunde auf ſein Feld gelangen kann.
Jeder Coloniſt iſt aber gehalten, nicht blos jaͤhrlich ſein ganzes Feld, ſondern jede Frucht, die er darauf baut, beſonders zu duͤngen.
Bereits iſt angemerkt worden, daß jeder Colo— niſt mindeſtens 350 Quadratruthen angebaut, und oft auch den Reſt ſchon mit Buchweitzen beſtellt an— tritt. Eben ſo iſt erinnert worden, daß aller Haide— boden vor ſeiner Beſamung gebrannt werden muͤſſe. Was alſo nicht ſchon geſchehen iſt, muß der Colo— niſt nachholen.
Die Kartoffeln, eine Hauptnahrung der Colo⸗
im 3. Jahre 300 Ruthen mit Klee, 1000„„ Roggen, 575„„ Kartoffeln, 125„„ Kartof. u. Gruͤnfutter, 100„ zu Garten; im 4. Jahre 1000 Ruthen mit Roggen, 600„„ Stallfutter, 300»„ Kartoffeln, 100„»„ Flachs, 100„ zu Garten, 3o bis 40 hievon mit Fruͤhkartoffeln. Roration: 1 Roggen, 2 Klee, 3 Klee, 4 Roggen, 5 Flachs, Gruͤnfutter, Kartoffeln, 6 Roggen, 7 Kartoffeln, 3 Roggen. Dann wieder von vorne 1 Sommerrogen und Klee ꝛc. ꝛc.
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