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556 Armen⸗Colonie
Man verfaͤhrt in dieſer Hinſicht in der Colonie ſehr aufmerkſam. Da man aus Erfahrung weiß, daß die Regennaͤſſe und die kuͤhle Temperatur des Herb— ſtes und des Winters der Miſtgaͤhrung und der Zer— ſetzung der Haideplaggen nicht ſo guͤnſtig ſind, als der Sommer, und da ſich gezeigt hat, daß die Co— loniſten mit ihrem Miſte oft zu ſehr in das Feld eilen, ſo hat der General van den Boſch, um den Nach— theilen dieſer Verhaͤltniſſe zu begegnen, Miſtproben eingefuͤhrt.
Dieſe Miſtproben beſtehen darin, daß von dem Miſtſtocke, welchen man als reif betrachtet, eine Probe von mittlerer Beſchaffenheit genommen wird, wovon 2 beſtimmte Quantitaͤten abgewogen, und in deſtillirtem oder in Regenwaſſer aufgeloͤst werden. Nach einem 36 bis 43 ſtuͤndigem Stehen darin, werden aus der einen Probe die unaufgeloͤsten Fa— ſern mittels Filtration abgeſondert, und die Fiuͤſſig— keit bis zur Honigsdicke eingedampft. Das Einge— dampfte iſt der Extractivſtoff oder Humus des Mi— ſtes, und je nachdem er viel iſt, kann der Miſt fuͤr gut oder aufloͤslich genug betrachtet werden.
Obſchon dieſes Verfahren nicht ganz genau, und nicht von aller Willkuͤhr frei iſt, ſo dient es doch fuͤr den beabſichtigten Zweck ganz vortrefflich, und gewaͤhrt bei aller Einfachheit maaßgebende vergleich— bare Reſultate.
Die zweite Miſtaufloͤſung wird mit Lackmuspapier
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