Teil eines Werkes 
1 (1826) Beschreibung einer Reise durch das Königreich der Niederlande welche auf Veranlassung des landwirthschaftlichen Vereins in Bayern gemacht worden. 1
Entstehung
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Freederiks⸗Oord. 555

vierte oder oberſte einige Tage bis eine Woche darauf liegen.

Bei jedem Ausmiſten wird der abgeſchrotene Miſt gleichheitlich in der Gierbak vertheilt, es mag Rindvieh⸗-, Schaf-, oder Schwein-Miſt ſeyn. Die Oberflaͤche deſſelben wird nicht bedeckt.

Die wohlausgluͤhte Torfaſche aus dem Haus halte, das Kehrigt und dergleichen Abfaͤlle werden ſorgfaͤltig daruͤber verbreitet.

Der Abtritt des Hauſes Tab. VI. Fig. 19 f nimmt auſſer den Exkrementen der Menſchen alles Spuͤhlicht, Kuͤchenabfaͤlle, Seifenwaſſer u. ſ. w. auf, und ergießt ſich in das Faͤschen h, welches ungefaͤhr 4 bayeriſche Cubikfuß oder Eimer faſſet. Es iſt ſtreng geboten, daß dieſes Faͤßchen alle 2 Tage voll werden muͤſſe; und dann wird es mit hoͤlzernen Scha⸗ pfen ausgeſchoͤpft und gleichmaͤßig uͤber den Miſt, gleichſam als ein Ferment, vertheilt. Da eine Gier bak ungefaͤhr 30 Fuder Miſt faſſet, und 4 Wochen liegt, ſo enthaͤlt es 14 ſolche Faͤßchen voll der be ſten und gaͤhrungsfaͤhigſten Exkremente, im Be trage von 56 Cubikfuß zugegoſſen.

Hiedurch, und durch das zudringende Regen waſſer wird der Miſt nun feucht, oft aber auch mehr naß, als gut iſt.

Weder Guͤlle noch Miſtjauche wird gemacht; indem es Geſetz iſt, daß ſo viel eingeſtreut werden ſoll, damit nicht ein Tropfen thieriſcher Fluͤſſigkeit er