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102 Verſuche und Beobachtungen
obige Weiſe aus der Mitte entſtehen, und ſich deſto weiter ausbreiten, je mehr man das Auge erniedriget, oder je mehr man flach auf die Glaͤſer hinſiehet. Auch beſtehet nun der Wechſel nicht mehr bloß in meergruͤnen und karmeſinrothen, oder in grasgruͤnen und purpur⸗ farbigen Ringen, ſondern er gehet vielmehr durch alle Regenbogenfarben fort. Naͤmlich zuerſt erſcheint im purpurfarbigen Kreiße, der ſofort zu einem Ringe wird, ein gelber. Alsdann wird, wenn das Auge tie⸗ fer koͤmmt, auch dieſer zum Ringe, und in ihm entſte⸗ het ein grasgruͤner Kreiß, welcher nun ebenfalls zum Ringe wird, indem ein blauer Kreiß in ihm entſtehet: in dieſem aber entſtehet ſofort ein veilchenblauer, in dieſem ein purpurfarbiger, in dieſem ein rother, in dieſem ein gelber, und in dieſem ein weißer, welcher bei der geringſten Elevazion des Auges zum Vorſcheine koͤmmt. Am Ende haben ſich die Ringe uͤber die gan⸗
en innern Flaͤchen der Glaͤſer ausgebreitet, und jeder derſelben, bloß die aͤußerſten ausgenommen, welche ge⸗ woͤhnlich nur meergruͤn und karmeſinroth erſcheinen, iſt mit allen Regenbogenfarben geſchmuͤckt, wie aus Fig. 7, Tab. IV, deutlicher abzunehmen.
Siehet man unter eben dem kleinſten Winkel durch die Glaͤſer hindurch, unter welchem man zulezt auf ſie hin ſah: ſo erblikt man in der Mitte, ſtatt jenes weiſ⸗ ſen Kreißes, einen ſchwarzen, welcher mit einem veil⸗ chenblauen Ringe umgeben iſt, worauf ſofort ein hoch⸗ blauer, dann ein gruͤner, dann ein gelber, dann ein
rother folgt, und ſo weiter. Naͤmlich diejenigen Stel⸗
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