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Versuche und Beobachtungen über die Farben des Lichtes ... : Mit vier Kupfertafeln / angestellet und beschrieben von Christian Ernst Wünsch, Doktor der Weltw. und Heilkunde, wie auch Profess. der Mathem. und Physik zu Frankfurt an der Oder
Entstehung
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90 Verſuche und Beobachtungen

hatte, wie Tab. III, Fig. 5, zeigt. Von blauen Lichte 310 war da gar nichts zu ſehen, und es iſt leicht zu erachten, dr daß der veilchenblaue Antheil des einfallenden weißen nure Strales vom Safran gleichſam gaͤnzlich vernichtet oder mmc zerſtoͤret werde; denn auch das zuruͤcke geworfene Licht war nicht veilchenblau, ſondern gelblichweiß. Als ich din das Auge wieder nahe an das Priſma in das gebrochene m. Licht legte, da ſah ich auch nichts weiter, als eine klei⸗ ne brennend helle Ellipſe, welche bloß in der Mitte eel gelb, oben hingegen roth, unten gruͤn erſchien, wie lle aus Tab. III, Fig. 6, zu erſehen. n Hierauf goß ich eine Saftgruͤntinktur, mit ein nm wenig Wunderblau verſezt, in das Priſma, und ließ 17 einen weißen Stralenbuͤndel dadurch zerlegen. Hier rädäc war das Farbenbild wieder nur ein gruͤnes Oblongum, ele Tab. I, Fig. 2, woran von allen uͤbrigen Farben gar uh nichts erſchien. Der ſchwache zuruͤcke geworfene Theil aud war ebenfalls nicht purpurfarbig, folglich nicht roth und lf, veilchenblau, ſondern gruͤnlichweiß, woraus leicht ab⸗ Vorſt zunehmen, daß dieſe Tinktur nicht nur das veilchen⸗ Nin blaue, ſondern auch das rothe Licht zerſtoͤre, und nur ndg das gruͤne theils hindurch fahren laſſe, theils zuruͤcke werfe. Wenn ich aber ſage, daß das rothe beim Durch⸗ 34 gange durch dieſe Tinktur zerſtoͤret werde: ſo verſtehe ſ ich dadurch nur den groͤßten Theil deſſelben, denn ein g 1 wenig koͤmmt von ſelbigem noch hindurch, wenn die dbee Tinktur nicht gar zu ſehr geſaͤttigt, oder das Priſma, zn worin ſie enthalten, nicht gar zu dicke iſt. An mei⸗ wiſt

nem Priſma iſt jede Seite nur einen rheinlaͤndiſchen 401 Zoll V