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Versuche und Beobachtungen über die Farben des Lichtes ... : Mit vier Kupfertafeln / angestellet und beschrieben von Christian Ernst Wünsch, Doktor der Weltw. und Heilkunde, wie auch Profess. der Mathem. und Physik zu Frankfurt an der Oder
Entstehung
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88 Verſuche und Beobachtungen

betrachtet ganz undurchſichtig und ſchwarz, von vorne hingegen immer noch gruͤn, und undurchſichtig.

Sofort leitete ich das hochblaue Licht auf ſie: und ſie erſchien von vorne ſehr ſchoͤn hochblau, von hinten aber wieder ſchwarz und undurchſichtig.

Endlich leitete ich auch das veilchenblaue Licht auf ſie: und ihr zuruͤcke geworfener Schein war veilchen⸗ blau, alles uͤbrige aber ebenfalls undurchſichtig ſchwarz.

Man ſiehet wohl, daß alle dieſe Erſcheinungen ſich aus den drei dinſachen Grundfarben ſehr leicht erklaͤren laſſen, dahingegen dieſelben gewiß unbegreiflich bleiben, wenn man ſieben, oder fuͤnf, oder unendlich viele, ein⸗ fache Grundſarben annimmt.

Wollte man aber fragen, warum denn dieſe Tink⸗ tur nur das rothe Licht hindurch laͤßt, das gruͤne und veilchenblaue hingegen zuruͤcke wirft: ſo koͤnnte ich zwar mit Wolffen antworten, daß die beſondere N Miſchung und Lage ihrer Beſtandtheilchen dieſes verurſache. Allein da man nun ferner fragen duͤrfte, wie denn die Mi⸗ ſchung und Lage der Beſtandtheilchen eines Koͤrpers beſchaffen ſeyn muͤſſe, wenn er nur den einen einfachen Theil des Lichtes hindurch laſſen, die uͤbrigen hingegen zuruͤcke werfen ſoll, und ſolches vielleicht Wolff ſelbſt jezt noch nicht ergruͤndet hat: ſo will ich lieber frei geſtehen, daß ich im Grunde nicht weiß, warum gedachte Tinktur eigentlich die angefuͤhrten Eigenſchaften beſizt, ohn⸗ geachtet gar nicht gelaͤugnet werden kann, daß die Ur⸗ ſache davon in ihrer beſondern Miſchung liegt.

Nun

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