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Die Oderbruͤcher ſind ſchon ſo lange etablirt, und ihre Lage iſt in vielem Betracht vortheilhafter, und doch hat der Staat noch immer zutreten muͤſſen.
Wie viel mehr muß das bey den Warthebruͤchern geſchehen?
Auf der einen Seite erfodert es die oͤffentliche Treue und Glaube. Der Warum der Staat hat es einmal gewollt, daß die Bruͤcher verwallet werden ſollten, und die Staat zur Er⸗ Grundherrſchaften daruͤber um ihre Beyſtimmung nicht gefragt. Gegen dieſe, ns, e und die Bewohner des Bruchs, welche er herbey rufen laſſen, hat er alſo die tragen ver⸗ aus ſeinem Unternehmen flieſſende Werbindlichkeit uͤbernommen, das Werk, bunden iſt. welches er aus eigener Veranlaſſung anfertigen laſſen, auch fuͤr ſeinen Untergang zu ſchuͤtzen. Es iſt gerade als wenn der Staat mit einladender freundlicher Stimme geſagt haͤtte: hier ſind Waͤlle, und hinter ſie eine neue Gegend ge⸗ ſchaffen, worin ihr ſicher wohnen ſollet. Dieſes Wort und dieſes Verſprechen muß er halten.
Auf der andern Seite erfordert es auch ſein eigener Vortheil; Er kann die 1755 Familien, und mehr als 10tauſend Seelen nicht wieder entbehren, und nicht zugeben, daß dieſe Population und aller Nutzen, welcher aus deren Con⸗ ſumtionsartikel ihm zuwaͤchſt, wieder wegfallen, und eben ſo wenig zugeben, daß ein ſchifbarer Strohm, wovon er ganz allein die Zoͤlle genießt, in Unond⸗ nung komme.
Aus dieſen Gruͤnden 1 es klar, daß der Staat zur Erhaltung dieſes Werks verbunden, und ſeines Vortheils wegen genoͤthiget ſey.
MNNun iſt freylich noch die Frage, ob die Bewohner der Bruͤcher nicht auf gleiche Weiſe dazu verbunden waͤren? Allein es iſt ſchon oben beruͤhret worden, daß eben die Wallunterhaltung ſelbige endlich ganz unterdruͤcken werde. Schon die allgemeine Klage daruͤber wird dieſes, wo nicht beweiſen, da leider jetzt ſo viele ganz bodenloſe Beſchwerden vorgebracht werden, doch ſehr wahrſcheinlich machen, und Aufmerkſamkeit erregen muͤſſen. Es laͤßt ſich aber leicht zeigen, daß dieſe Klage gegruͤndet ſey, denn die In⸗ delehnweren
tereſſenten muͤſſen jetzt ſchon uͤber 20tauſend Ruthen Wall unterhalten. Man⸗ain wenen en
tung u. was ſie
cher Wall koſtet jaͤhrlich, um ihn zu erhoͤhen und auszubeſſern an 3 Rthlr. ſchon dazuver⸗ . und wandt haben.
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