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Es waͤre zu viel verlangt, wenn man fordern wollte, daß eine ſolche Anlage ganz eigentlich durch ſich ſelbſt, ohne Beyhuͤlfe erhalten werden ſollte. Ein Werk, das durch die Kunſt entſtanden iſt, muß auch durch die Kunſt und durch Menſchen⸗Haͤnde erhalten werden. Man koͤnnte alſo das Bedenken ſo beantworten: daß das Werk ſich ſo lange erhalten werde, als Menſchen darin wohnen wuͤrden. Im Grunde iſt das aber ein Zukel, und man muͤſte doch be⸗ weiſen, daß ſie immer darin wohnen wuͤrden und koͤnnten, und keine Urſachen entſtehen wuͤrden, die ſie daran hinderten.
Allgemeine Plagen des Landes, Sterben, Krieg und feindliche Zerſtöͤhrun⸗ gen muß man hier nicht in Betrachtung ziehen, denn dagegen ſchuͤtzt nichts, und die praͤchtigſten Denkmaͤler des Alterthums haben denſelben unterliegen muͤſſen. Die friedlichen Waͤlle ſind nicht gegen Angriffe barbariſcher Feinde, ſondern ge⸗ gen Waſſer angelegt, alſo kommts auch blos darauf an, ob ſie dieſem beſtaͤndig widerſtehen, und die Gegenden dafuͤr ſchuͤtzen werden. Dieſes laͤßt ſich, aus ſehr uͤberzeugenden Gruͤnden hoffen und ſchlieſſen. Beyſpiele beweiſen in dieſer Ruͤckſicht am meiſten, und da weiß ich kein ſtaͤrkeres, als, daß ohnerachtet die Anlagen des Warthebruchs viel neuer als die im niedern Oderbruch ſind, die Warthe⸗Waͤlle doch nie allein Durchbruͤche gehabt haben, ſondern, ſo oft der⸗ gleichen darin entſtanden ſind, ſolche auch im niedern Oderbruch vorgefallen ſind, ja, daß im vorigen Fruͤhjahre, bey der ganz allgemeinen Waſſers⸗Noth, die Warthe⸗Waͤlle das Waſſer ſo hang als ſelbſt die im obern Dderhruch ausge⸗ halten haben.
Daraus iſt alſo wenigſtens ſo viel mit Gewisheit zu ſchlieſſen, daß die An⸗
lagen nicht ſchlechter und nicht weniger beſtaͤndig ſeyn, als die an der Oder.
Eine andere Frage iſt aber die: ob die Warthewaͤlle durch die Bewohner
der Bruͤcher ſelbſt erhalten, und auſſerordentliche Beſchaͤdigungen wieder herge⸗
ſtellt werden koͤnnen, und dabey muß ich freylich geſtehen, daß das, wenigſtens in der gegenwaͤrtigen Lage, gar nicht moͤglich iſt.
Die
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