Druckschrift 
Nachricht von der Verwallung und Urbarmachung der Warthebrücher / [Verf.: Friedrich Heinrich Stubenrauch]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21

linken Seite, mitten im Bruch aufhoͤret, und der oben eingeſchraͤnkte Strohm unterhalb und die Kanaͤle ſich da in unendlich kleine Stroͤhme und Seen ohne einen ſichern riebrom ſind ... 2 keine Anlagen Lauf verliehren. Er wird ſehr geneigt ſeyn, dieſes fuͤr einen Fehler in der Aus⸗ jektiret u. fuͤhrung des Entwurfs zu halten, da man ſich ſchwerlich vorſtellen moͤgte, daß auch derglei⸗ der Entwurf ſelbſt mit dieſem Fehler gemacht ſey. Allein leider iſt es hier der Fall, Gen nicht aus⸗ daß der Plan zuletzt nur ſo entworfen, zur Ausfuͤhrung vorgeſchrieben, und ge⸗ zeiie mr rade auch nur dazu die Koſten bewilliget worden. Warum der Plan nur ſo weit gemacht worden, davon laͤßt ſich, wenn man anders Sachkenntniß zum Voraus ſetzt, ſchwerlich ein anderer Grund abſehen, als daß dieſes zu gelegener Zeit, ſo wie die Verwallung von 1775, hat nachgeholet werden ſollen.

Dieſes hat aber nicht in gleicher Maaße gelingen wollen. Die unterhalb liegenden Intereſſenten, der Johanniter⸗Orden und die Herrſchaft zu Tamſel und Warnicke, haben allen augenſcheinlichen Nachtheil, den ihre Grundſtuͤcke be⸗ ſonders, und auch das ganze Werk, durch den Ruͤckſtau der Oder und durch Mangel der Vorfluth leiden, ſehr dringend vorgeſtellet, und gebeten, daß we⸗ nigſtens hierbey der ſechſte und letzte Abſchnitt des anfangs beſchriebenen Petriſchen Projekts noch ausgefuͤhrt werden moͤgte.

Der Koͤnig hat auch dieſes im Jahr 1783 unterſuchen laſſen, es aber, nach Die Vorſeel⸗ erhaltenem Bericht, von der Hand gewieſen, weil dazu die Gelder ſchon gegeben lungen den waͤren, ohnerachtet dieſes der Fall nicht iſt, da der Plan von 1766, worauf die en. Söhs erſtere Summe accordiret worden, ganz unbeſtimmt iſt, und in den Anſchlaͤgen Fehler ſind von 1775 davon gar nichts enthalten iſt, ſondern dieſe ganz beſtimmt nur bis fruchtlos ge⸗

Warnicke und Priebrow reichen. Bey dieſem Entſchluß iſt es gleichwol geblie⸗

ben und nun nicht abzuſehen, wie das Werk vollendet werden wird.

Der Schaden, der dadurch verurſacht wird, hat ſich beſonders nach Cou⸗ Schaden wel⸗ pirung des Wores gezeiget, da nach derſelben im Winter von 1783, von 1784, cer daraus und im Fruͤhjahr 1785 beſtaͤndig Wall⸗Durchbruͤche entſtanden ſind. Im er⸗ entſtehet. ſten Jahr brach der Wall bey der Eisſtopfung in den Pyraͤhnſchen Hollaͤndern

aauf der linken und bey der Gatzke auf der rechten Seite; im zweyten wieder an

der letzten Gegend und beym Fichtwerder und bey der Schichtmuͤnze, und im C 3 dritten

**

öö

*

r

1 . 4 8 5