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Nachricht von der Verwallung und Urbarmachung der Warthebrücher / [Verf.: Friedrich Heinrich Stubenrauch]
Entstehung
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Verwallung

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ders da ſie gerade den beſten Boden und die ſicherſte Gegend haben und daher die erſte Veranlaſſung zu Mistrauen gegen die Verwallungs⸗Commißion gege⸗ ben haben.

Das Amt Pyraͤhne aber ſollte anfaͤnglich zu einer Stuterey angelegt, und dahin das Rothenburgſche Geſtut gebracht werden. Allein dieſes mislang gaͤnz⸗ lich, und ſchon aus dem Grunde, weu die Pferde hin kamen, ehe die Gegend ganz verwallet und troken, und ehe Weide und Futter vorhanden war. Es wurde alſo darauf zum Vorwerk, und endlich zum Amt gemacht, bleibt aber als ein ſolches immer unbetraͤchtlich und wird wenigen Nutzen gewaͤhren, ohnerachtet nun auch das Vorwerk Schuͤtzenſorge dazu gehoͤrt.

So weit die Geſchichte der Verwallung des obern Warthebruchs bis zum Fichtwerder und bis Koͤlſchen.

Die untern Warihebruͤcher von da an, rechts bis Warnicke und links bis

der untern Cuͤſtrin waren mit in dem Petriſchen Entwurf begriffen, in den dem Koͤnige

Bruͤcher.

vorgelegten Plan aber, dieſes nicht ſo deutlich beſtimmt, ſondern nur auf der lin⸗ ken Seite 35000 Morgen, zur Urbarmachung fuͤr den Orden angegeben, dage⸗ gen auf der rechten Seite der untern Koͤniglichen und Adelich Wreichſchen Bruͤ⸗ cher, gar nicht erwehnt. Man hatte eigentlich wohl den Gedanken gehabt, rechts, gleich unterhalb dem Fichtwerder, bey Pyraͤhne, und links am Sonnen⸗ burger Werder aufzuhoͤren; dieſes haͤtte ſich als moͤglich und ausfuͤhrbar denken laſſen, wenn man nur darin den Petriſchen Entwurf befolgt haͤtte, daß der Ka⸗ nal von unterhalb Koͤlſchen bis Priebrow lnaͤgs dem hohen Lande gezogen worden waͤre, denn dadurch waͤre die Warthe getheilt und ſo debouchiret wor⸗ den, daß man dann unterhalb dem Fichtwerder, und demſelben gegen uͤber, ohne Nachtheil der rechten Seite, die Rehnenbruͤcher auf der linken Seite haͤtte coupiren koͤnnen.

Wenn man die Gegend genau gekannt und unterſucht haͤtte, ſo muͤſte man darin beſtaͤrkt worden ſeyn, wein daſelbſt auf der linken Seite der Ledlingsſtrohm gehet, der groͤſtentheils, wenig von Limmrtz ab, eine viel groͤßere Breite und Tiefe, als die Warthe ſelbſt hat, und wahrſcheinlich ſelbſt nach der Benennung:

die

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