Teil eines Werkes 
Theil 1 (1761) Der Physischen Chemie erster Theil, welcher von der Natur und Beschaffenheit der Chemie überhaupt, von ihrer Geschichte, Zeichen sowol leidenden als wirkenden Werkzeugen, und endlich von den Arbeiten und hervorgebrachten chemischen Cörpern, auf systematische Art handelt / aus dem Schwedischen ins Lateinische übersetzt und vermehrt von dem Verfasser Joh. Gottschalk Wallerius ... und nunmehr ins Teutsche übersetzt mit Anmerkungen von Christ. Andr. Mangold
Entstehung
Einzelbild herunterladen

468 Cap. 72. Von Aſchen, Kalchen und chemiſac.

macht worden, vorher hatte, beſitzet. Der Kalch iſt verſchieden, denn es giebt

1) Pflanzenkalch, den man durch Veraͤſcherung harter Pflanzen erlanget. Dieſer blaͤhet ſich nach ſei⸗ nen Verkalchen mit Waſſer nicht auf.

2) Thieriſchen Kalch, den einige veraͤſcherte Theile der Thiere geben. Dieſer iſt von zweyfacher Art; er

brauſet nemlich entweder mit ſauren Dingen, und

ſchwillet nach dem Verkalchen mit Waſſer auf; oder brauſet mit ſauren Dingen nicht, wie derjenige, wel⸗ chen man aus einigen Knochen erhaͤlt, und den man

fuͤr keinen reinen Kalch, ob ihn gleich einige Chemi⸗

ſten dafuͤr ausgeben, halten kann.

3) Steinkalch, welches der gemeine bekannte

Kalch iſt, der aus Kalchſteinen, oder kalchartigen Coͤr⸗

pern durchs Verkalchen gemacht wird. Er ſchwillet nach dem Verkalchen mit Waſſer auf, und zerfallt darauf in ein Pulver.

4) Mertalliſchen Kalch, der auch bisweilen Aſche heißt,(§. I. 2te Anmerkung). Er iſt dem Stein⸗

kalch aͤhnlich, kann aber wieder zu Merall gemacht

werden.

§. 3.

Chemiſcher Saffran iſt ein gefaͤrbter metalliſcher

Kalch, von rother oder gelber Farbe, der entweder

durchs Verkalchen,(Cap. 10.) oder Aufloͤſen,(Cap.

10.§. 5.) oder Niederſchlagen,(Cap.§0.§. 2. N. 3.) aus einigen Metallen gemacht wird; durch die Wie⸗ 5 95 der⸗

¹

ſäf 1 d

Win Feuer ſung bert

Armeri gehat ſer hi unter telnen Aulwe

Wisas