Teil eines Werkes 
Theil 1 (1761) Der Physischen Chemie erster Theil, welcher von der Natur und Beschaffenheit der Chemie überhaupt, von ihrer Geschichte, Zeichen sowol leidenden als wirkenden Werkzeugen, und endlich von den Arbeiten und hervorgebrachten chemischen Cörpern, auf systematische Art handelt / aus dem Schwedischen ins Lateinische übersetzt und vermehrt von dem Verfasser Joh. Gottschalk Wallerius ... und nunmehr ins Teutsche übersetzt mit Anmerkungen von Christ. Andr. Mangold
Entstehung
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456 Cap. 51. Von chemiſchen Koͤncgen. ee

Das 51. Capitel. Von chemiſchen Koͤnigen.

6. I.

5. hemiſche Koͤnige ſind metalliſche, ſchwere, reine, und auf der Oberflaͤche glaͤnzende Coͤrper, die entweder durchs Schmelzen(Cap. 12.) oder Wiederherſtellen(Cap. 25.) oder auch durchs Nieder⸗ ſchlagen im Fluß(Eap. 33. 9. 5. N. 2.) von ihren Merallmuͤttern, oder den beygemiſchten Materien geſchieden, und unter den Schlacken angetroffen werden.

Oder kuͤrtzer: Koͤnige ſind metalliſche von Schla⸗ cken gereinigte Coͤrper.

Anmerkung. Geſchmelzte, und von ihren Schlacken gerei⸗ nigte Metalle, werden Koͤnige genennet, weil ſie auf der Oberflaͤche allezeit glaͤnzen, und keine Unreinigkeiten haben. Denn von dieſen ſcheiden ſie ſich, indem ſie flieſſen, von freyen Stuͤcken; uͤberdiß beſitzen ſie viele Eigenſchaften, die andern Coͤrpern nicht zukommen, zu geſchweigen, daß ihnen alle uͤbrige Coͤrper gewiſſermaſſen unterworfen find. Denn fuͤr Gold iſt alles feil.

§. 2*

Die chemiſche Koͤnige ſind von zweyfacher Art:

1) Einfache, die aus einem reinen Metall beſte⸗ hen..

2) Zuſammengeſetzte, ſo aus zweyen oder dreyen mit einander vermiſchten und zuſammengeſchmelzten Metallen zuſammengeſetzt ſind.

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