Teil eines Werkes 
Theil 1 (1761) Der Physischen Chemie erster Theil, welcher von der Natur und Beschaffenheit der Chemie überhaupt, von ihrer Geschichte, Zeichen sowol leidenden als wirkenden Werkzeugen, und endlich von den Arbeiten und hervorgebrachten chemischen Cörpern, auf systematische Art handelt / aus dem Schwedischen ins Lateinische übersetzt und vermehrt von dem Verfasser Joh. Gottschalk Wallerius ... und nunmehr ins Teutsche übersetzt mit Anmerkungen von Christ. Andr. Mangold
Entstehung
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Von den Salzen. 461

den eh b) Fluͤchtiges Mittelſalz, das im Feuer raucht,

Lärde aber nicht ſchmelzet, und wenn es mit feuerbeſtaͤndi⸗ gem Laugenſalz gerieben wird. 4. a.) einen durch⸗

artvedt dringenden Geruch giebt. Es heißt auch ſalmiack⸗

nehten artiges Salz.

lig anzie⸗-

dien und§. 6.

4) Die weſentliche Salze, ſo man aus den Pflan⸗ zen, durch Auspreſſung, Reinigung und fortgeſetztes

henn Cryſtalliſiren des Saftes derſelben, oder auch durch 2,(. Abkochung erhaͤlt, brennen, wenn man ſie auf Koh⸗ rgun len legt, rauchen, und hinterlaſſen eine kohligte Ma⸗ Säuken terie; im uͤbrigen aber ſind ſie ſehr verſchieden. tin Ab. Anmerkung. Einige Chemiſten meynen, daß man dieſe depetle V weſentliche Salze in gewiſſe Gattungen, deren ſie auch 5. V angeben, eintheilen koͤnne, als a) in ſaure, die auch wein⸗ 4 b ſteinigte heiſſen. b) In ſuͤſſe, wohin der Zucker gehoͤ⸗ Feuer V ret. c) In bittere, die wegen ihres Geſchmacks bekannt

elaug. ſind. d) In ſalzige, die auch laackenartige genennet wer⸗ V V den, und e) in vitrioliſche, die dem vitrioliſirten Wein⸗ ſtein aͤhnlich ſind. Wir aber glauben, daß uns alle Sal⸗

cmet ze, die wir in verſchiedenen Pflanzen und Thieren antref⸗ fen, noch nicht vollkommen bekannt ſind. Es gefiel dem allweiſen Schoͤpfer, ſehr verſchiedene natuͤrliche Coͤrper, die I alle ihren beſondern Geſchmack und Farbe haben, zu ſchaf⸗ nicher fen, dieſer Unterſcheid aber muß wenigſtens groͤſtentheils V von den verſchiedenen auf verſchiedene Art gemiſchten Sal⸗ züitter V zen herkommen; deswegen ſchlieſſen wir, daß faſt jede n G;) Gattung der Pflanzen ihr beſonderes Salz habe; denn ie blaue daß in verſchiedenen Pflanzen verſchiedene Salze erzeuget ſtlit werden, verdienet keine groͤſſere Bewunderung, als wenn d wir wahrnehmen, daß in dem Menſchen ein beſonderes te è,x microcoſmiſches Salz entſtehet. Man ſiehet alſo, daß tin I9 man die weſentliche Salze noch nicht genau, und auch ley Ar. nicht eher vollſtaͤndig angeben koͤnne, als bis man alle Pflanzenſalze, die jeder Gattung, oder wenigſtens jedem

ſcime⸗ Geſchlechte eigen ſind, hinlaͤnglich erkannt haben wird.

güc⸗§. 7.