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16 Cap. 2. Von der Geſchichte der Chemie
was ſich in dieſen Zeiten zugetragen hat, ſehr dunkel und mit Finſterniſſen umgeben ſey. Daher es auch kein Wunder iſt, daß ſich ſo groſſe Streitigkeiten, von der chemiſchen und philoſophiſchen Erkenntniß der erſten Menſchen entſponnen haben, welche einige vor nichtswuͤrdig, andere aber vor ſehr erheblich und lobenswuͤrdig ausgeben. Wir wollen hievon unſere Meinung kuͤrzlich beybringen, und was in der Che⸗ mie geſchehen iſt, wo nicht mit gewiſſen, doch wenig⸗ ſtens mit wahrſcheinlichen Umſtaͤnden herauszubrin⸗ gen ſuchen.
Ich geſtehe zwar gerne, daß ſich die erſten Vaͤter, um die heutige abgezogene und philoſophiſche Erkennt⸗ nis der Dinge, ſehr wenig bekuͤmmert, auch daß ſie nicht viele buͤrgerliche Geſchichte,(hiſtoria civili) Sprachen, oder andere heutzutage unentbehrliche Wiſſenſchaften gebraucht haben; ich gebe auch zu, daß ſie in dem Verſtande, in welchem man die jetzige Weltweißheit nimmt, keine Weltweiſe geweſen, weil groſſe Wiſſenſchaft, dieſen Namen zuverdienen, er⸗ fordert wird: dem ohngeachtet aber wird man ihnen viele und vortrefliche Einſichten in die Art und Na⸗ tur der erſchaffenen Dinge, die ſie taͤglich vor Augen hatten, nicht abſprechen koͤnnen; denn wenn man er⸗ weget, daß Adam, bey der Schoͤpfung, ohne Zwei⸗ fel groſſe Wiſſenſchaft von den natuͤrlichen Dingen, erhalten hat, woruͤber Euſebius in Praep. Evang. und Nuartus in ſcrut. ing. nachzuſchlagen ſind, und daß dieſe Erkenntniß durch den Fall keinesweges verloren gegangen, indem bekannt iſt, daß der Teufel noch groſſe Kenntniß von natuͤrlichen Dingen beſitzet, ob er gleich auf ewig verworſen worden iſt; wenn man ferner betrachtet, daß das hohe Alter dieſes erſten Menſchen ſowol, als auch ſeiner Kinder die erwuͤnſch⸗ teſte Gelegenheit gegeben, unzaͤhlige Wahrnehmun⸗
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