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Der heftige Wind dauerte auch am Morgen fort. Ich schlich um 4 Uhr aus der Hütte, und sah die Gipfel des Monte- Rosa mit einem Schneenebel bedeckt, dagegen die übrige Atmosphäre hell und dunstrein.
Auch diesen Tag hatte ich noch nicht Lust, meine neue Reise zu versuchen. Die Führer wollten unter manchem Vorwande zurück, allein ich wollte noch den folgenden Morgen abwarten, und schickte einen von den Führern nach der Alpe Gabiet, um Brennholz zu holen. Als er Abends zurück kam, bereiteten wir alles zum frühen Auf- bruche auf Morgen. Der ı. August erschien, und das schönste Wetter schien uns zu begünstigen. Der ganze Horizont war wolkenfrei, und die Atmosphäre dunstrein, allein sehr kühl, und der Gletscher so hart gefroren, als ich ihn noch nie gefunden hatte. Bei diesen Umständen verliefsen wir um 4 Uhr in der Frühe unsere Hütte, und stiegen lustig und ohne Mühe, eine gute Stunde ungefähr dem Wege folgend, den wir am ı2. Juli machten, bis auf das zweite Plateau hinan. Hier sah ich die südlichen Gi- pfel des Monte-Rosa zuerst, dann den Montblanc, und dann eine Menge andere Gipfel von der Sonne vergoldet.
Es hatten sich auf dieser Ebene seit dem ı2. Juli mehrere Spalten gebildet, die wir vorher nicht sahen, und nun diefsmal umgehen mufsten. Je mehr wir nun aufwärts stiegen, desto kälter wurde es, und im nämlichen Grade stieg auch der Wind, der beständig eine kleine Wolke von Schneegestöber gegen uns den Gletscher ent- lang voraus trieb. Wir achteten diefs nicht, da wir durch Frhitzung beim Steigen die Kälte minder empfanden, und gelangten schnell und ohne Ermüdung bis auf das grofse Plateau. Hier erquickten wir uns durch einen Schluck Wein und mit Brot und Räse.
In dieser Zwischenzeit, es war 8 Uhr, wechselte der Wind, immer sich verstärkend, und stieg nun auch von Westen. beständig mit Schneegestöber begleitet, aus der


