Dort, wo die eisgrauen Väter der Alpen sich zurück- ziehen, gegen den Gries und S'- Gotthard, und eine grofse Buchtbilden, in deren Schoofs der. herrliche Lago maggiore die Gewässer aller Gletscher sammelt, springt, kronenartig über alles emporragend eine grolse zackige Gebirgskante hervor. Sie bildet sieben grofse Spitzen in der Richtung vonNorden nach Süden, und eben so viele Gletscher stür- zen von ihrem Gipfel in die Tiefen. Es ist der Monte- Rosa, der wie der. letzte Eckstein die grölste Alpenkette unsers Continents, die sich aus der Dauphinee und Savoyen über den Montblane, den grofsen Bernhard, den Mont- Cervin nach der Schweiz und Tirol fortwindet, schliefst, drohend, selbst dem so selten bestiegenen Montblanc den
Bang streitig zu. machen*).
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der Mönch, die Viescherhörner, das hohe Finster- Aarhorn
mit ‚seiner pyramidenförmigen Spitze, der Gries, der Monte-
Magno, der Gotthard, und nun näher liegend die Gebirge
um den Luganer- und Comer-Sce, der Monte-Generoso,
der Monte-Primo, der Legnone; und aus der Gegend des
Splügens her, das hohe Tambohorn, dann die Gebirge um
Leceo, der Monte-Codeno, die beiden Grigna’s, der Rese-
gono, die Albenza, der Pizo d’ Ambria und Arrara, der Alben, und zwischen diesen beiden ragt in weiter Entfernung der Monte- Adamello hervor. Nun kommen die Gebirge um Bergamo und aus der Val Seriana, der Tornello, Presolano, der Pizzo Formico, der Gullen ober Brescia, und ehe sich das Auge dort in die weite Ebene verliert, welche die Etsch begrenzt, zeigt sich der flache Rücken des Monte-Baldo, die Reihe würdig zu beschliefsen. Wer hat was Ähnliches gesehen?—
*) Man behauptet, bei hellem Wetter auf dem mittelländischen Meere, ehe man in den Golf von Genua einläuft, den Monte- Rosa zu erkennen, und da man den Montblane nicht von dort aus sieht, so hat man diefs als eine Ursache geltend zu machen gesucht, dafs ersterer höher sey; aber der Montblanc ist von den vorliegenden Gebirgen de Cogne und Saone ge- deckt. Der Monte-Rosa sieht frei in die Ebenen Italiens
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