Teil eines Werkes 
1: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 1
Entstehung
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an ſich haben, und an der ſchmuzigen Farbe ihres Vor⸗ derhauptes darlegen.

In dieſer Art Wolle ſind die Pließe zu neun Ppfund gerechnet worden, einige wenige haben achtzehn Pfund gewogen; da aber das Haar nicht gewoͤhnlich dick auf dem Ruͤcken des Thieres ſteht, ſo moͤgen vielleicht acht Pfund, im Durchſchnitt angenommen, uns einen einiger⸗ maßen genauen Begriff von der Menge, die der Bezirk liefert, geben.

§. 106. Gebraͤuche und Gewichte.

Bei den Landwirthen im Suͤden von Devonſſhire iſt es nicht uͤberall gebraͤuchlich, ihre Heerden zu waſchen, und

einige verſtaͤndige Leute haben ihr Verfahren wegen ſeiner

Nuͤtzlichkeit gerechtfertigt; die Wolle, ſagen ſie, haͤlt beſſer, wiegt mehr, und der Dotter, der von einer ſeifenartigen Beſchaffenheit iſt, befoͤrdert das Waſchen des Wollhaars. Da jedoch dieſes Verfahren in allen uͤbrigen Bezirken, welche lange Wolle erzeugen, und ſelbſt in denen unbe⸗ kannt iſt, wo die Carcaſſe und der Pelz mit der ſchaͤrfſten Aufmerkſamkeit beobachtet und mit dem beſten Erfolg ge⸗ pflegt worden ſind; da es bei kuͤrzerer Wolle am ge⸗ woͤhnlichſten in aͤrmern Bezirken gefunden wird, wo der Boden kalt oder feucht iſt, und die Schafe geſchmiert wer⸗ den, um ihre Geſundheit zu bewahren, wo die Landwir⸗

the unter dem Druck leben, und die Landwirthſchaft

ſchlecht verſtanden, oder erſt ſeit kurzen wiſſenſchaftlich behandelt wird; da, anſtatt dem Fabrikanten, der durch die Reinheit ihrer Farbe ausgezeichnete Artikel verfertigen moͤchte, Koſten zu erſparen, es mehr Arbeit macht und