Teil eines Werkes 
1: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 1
Entstehung
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ſchaften ſind nicht nur den Heerden, die auf den vorzuͤg⸗ lichſten Feldern weiden, eingeimpft worden, ſondern auch denen, die auf Brachaͤckern ſich aufhalten, und in einigen Faͤllen ſind ſie bis zu den kahlen Gemeinweiden gedrungen. Der Stapel, den ſie erzeugt, iſt fuͤnf bis ſieben Zoll lang, gemeiniglich gut gebildet und ven einer ſchoͤn weißen Farbe; und es giebt, meiner Meinung nach, wenige Bezirke in dem Koͤnigreich, wo das Vließ ſo rein erhal⸗ ren, oder in ſo guter Ordnung zu Markte geſandt wird, und nicht viele, wo der Zuͤchter fuͤr ſeine auf den Pelz ſowohl, als auf die Carcaſſe ſeines Schafs gewandte Auf⸗ merkſamkeit reichlicher bezahlt wird. Dieſe ſo allgemein eingefuͤhrten Schafe hat man als auffallend mangelhaft in Hinſicht des Gewichts ihrer Vließe geſchildert; aber obgleich die Menge Wolle, die ſie liefern, geringer iſt, als diejenige, welche von der Lincoln⸗Zucht geſchoren wird, ſo wird das Gewicht doch ſelten als das einzige Kennzeichen der Vortrefflichkeit betrachtet, und im Ver⸗

gleich mit dem alten Beſatz der Grafſchaft liefern ſie auf

einer gegebenen Flaͤche eine groͤßere Menge Wolle als

jener; und da ſie reinlicher gehalten werden, als es mit

den Schafen fruͤherhin der Fall war, ſo iſt das weſent⸗ liche Gewicht der von einem Individuum erzeugten Wolle nicht ſehr mangelhaft. Aber nach den Nachrichten, die man uͤber das Gewicht der von derſelben Zucht in den Niederungen von Lincolnſhire und der auf den trocknen Weiden der Grafſchaft Leiceſter erzeugten Vließe aufbe⸗ wahrt hat, ſcheint ſich die Wage um ein halb Pfund zu Gunſten der erſteren zu neigen.

Der Boden von Leiteſterſhire, obgleich etwas ab⸗