Teil eines Werkes 
1: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 1
Entstehung
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Zuͤchters ſchon laͤngſt wieder erſchlafft, und vielleicht iſt die Guͤte ſeiner Wolle wieder um einige Grade gefallen; doch giebt es nach meiner Meinung wenige, in welchem ſie alle Vortheile ſeiner Aufmerkſamkeit verloren hat und zu ihrer urſpruͤnglichen Beſchaffenheit zuruͤckgekehrt iſt.

§. 9. Begriff der urſpruͤnglichen Wolle.

Diejenigen, die den vorigen Abſchnitt genau durch⸗ geleſen haben, werden ſich von dem, was wir unter der urſpruͤnglichen Beſchaffenheit der Wolle verſtehen, einen beſtimmteren Begriff gebildet haben, als wenn wir es verſuchen wollten, eine genaue Deftnition davon zu geben. Sie werden bemerken, daß wir es nicht fuͤr noͤthig halten, auf die Zeit zuruͤckzugehen, wo gar kein Unterſchied in den Vließen der Schafe Statt fand, auch angenommen, daß es je eine ſolche Zeit gegeben habe, ſondern daß wir es fuͤr zulaͤßlich halten, in jeder Gegend, wo ſie allgemein vernachlaͤſſigt iſt, und wo wir keine beſondere Spuren von Verbeſſerung auffinden koͤn⸗ nen, ſie als in ihrem urſpruͤnglichen Zuſtanbe befindlich zu betrachten. So iſt die Wolle in Island, Guinea und Sibirien, obgleich in jedem dieſer Laͤnder ſie ſehr weſent⸗ lich von derjenigen abweicht, die in den uͤbrigen erzeugt wird.

§. 10. Umſtaͤnde, welche die Veredelang der Wolle befoͤrdern, und einen entfernten Einfluß darauf aͤußern.

Alle die Umwandlungen, welche dieſe Subſtanz er⸗

litten hat, nachzuweiſen, iſt in der jetzigen Zeit durchaus

unmoͤglich, auch bin ich mit der alten Geſchichte nicht