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Wenn nun die Guͤte der Wolle ſchlechter, oder ihre Menge geringer iſt, als ſie ſeyn ſollte, ſo verliert der Staat jaͤhrlich einen Theil derjenigen Vortheile, zu deren Gewinnung ihn die Natur auffordert, und erwiedert ihre Freigebigkeit mit dem hoͤchſten Undank. Je hoͤher und beſſer wir unſern Boden benutzen, deſto groͤßer iſt der Lohn fuͤr unſere Betriebſamkeit, und deſto mehr erhoͤhen wir unſern Wohlſtand.
Als ein Manufactur⸗Artikel nimmt die Wolle wenig⸗ ſtens den zweiten Platz hinſichtlich der Wichtigkeit ein. Sie traͤgt ſehr viel zu den Annehmlichkeiten und Verſchoͤ⸗ nerungen des geſellſchaftlichen Lebens bei. Sie verſchafft einem großen Theil unſerer Bevoͤlkerung Beſchaͤftigung und Brot, und traͤgt zu gleicher Zeit, wie alle aͤhnliche Manufacturen, zur Macht und zum Reichthum des Lan⸗ des bei. Wenn man aber annehmen koͤnnte, daß dieſe ihre Unterſtuͤtzung vorenthalten, oder ſelbſt eine geraume Zeit hindurch in Unthaͤtigkeit verſinken ſollten, ſo wuͤrden die Arbeitsleute dem Lande ſehr ſchwer zur Laſt fallen; ſie muͤßten ihren Unterhalt von wohlhabenden, thaͤtigen und wohlwollenden Menſchen empfangen. Es iſt daher wuͤnſchenswerth, die Wollmanufacturen in ihrer vollen Thaͤtigkeit zu erhalten, und ihren wohlthaͤtigen Einfluß, wo moͤglich, allgemein und dauernd zu machen. Die beſte Weiſe dieß zu erreichen iſt, daß man die Leute mit Ver⸗ arbeitung der beſten Materialien beſchaͤftigt, durch ſie Waaren von der preiswuͤrdigſten Eigenſchaft erzeugt, und zwar ſolche, die am meiſten geſucht werden, und zugleich von dem urſpruͤnglich angelegten Capital die hoͤchſten Zin⸗ ſen bringen. Dieſe beſchaͤftigen in ihrer Vollendung faſt
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