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Anleitung zum praktischen Wiesenbau : mit besonderer Berücksichtigung des Zustandes und der Bedürfnisse der norddeutschen Wiesenwirthschaft / entworfen von Alexander von Lengerke
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ſchwerem Boden und für Sandgüter hingedeutet. Es iſt wohl Allen begreiflich, daß ſchwarzes Brot dort einen eigenthümlichern höhern Werth hat, wo es an Weizengebäcke durchaus gebricht. Wo alſo keine Futtergewächſe mit Sicherheit auf dem Acker erzeugt werden können, da iſt eine Wieſe, die unter glücklichern wirthſchaftlichen Verhältniſſen zur dritten Claſſe rangiren würde, vielleicht zum Werthe der erſten Claſſe zu veranſchlagen.

§. 164.

Einfluß des Verhältniſſes der Wieſenflaͤche zu den Ackerländereien auf den Werth der Wieſengrund⸗ ſtücke. v. Thünen's Ermittelung der wohlfeilſten Heuſurrogate und ihrer rentirenden Erzeugung un⸗ ter widerſtrebenden Verhältniſſen. Ein zu großes Verhältniß der Wieſen zum Ackerlande mindert den Werth erſterer für die Ackerwirthſchaft.

Mit lediglichem Getreideſtrohe iſt weder eine gute Viehhaltung durchzuführen, noch ein kräftiger Miſtpfuhl zu ſchaffen. Koppe nimmt ſehr richtig an, daß bei guten Viehracen und beſonderer Ge⸗ legenheit zum vortheilhaften Abſatze der thieriſchen Producte die höch⸗ ſte Benutzung des Heues und Strohes Statt fände, wenn jenes zu dieſem in dem Verhältniſſe wie 1: 2 verfüttert werde. Wo man thie⸗ riſche Producte weniger vortheilhaft erzeugen kann, da wird eine Ver⸗ zehrung des Heues in dem Verhältniſſe wie 1: 3 das Heu erſt be⸗ zahlen. Bei großer Seltenheit des Heues iſt die äußerſte Gränze, in welcher es bei der Conſumtion des Strohes vorhanden ſeyn muß, wie 1: 5. Iſt es in dieſem geringſten Verhältniſſe nicht anzuſchaffen, ſo muß zu Surrogaten Zuflucht genommen werden; je theurer dieſe her⸗

beigeſchafft werden müſſen, deſto höher ſteigt der Werth der vorhande⸗

nen Wieſenfläche.

Die zweckmäßigſte Wahl der Erſatzmittel des Heues hat demnach auch innigen Bezug auf unſern Gegenſtand. Die Praris ſoll verglei⸗ chen die höhere Vortheilhaftigkeit der Getreide⸗ oder Futtergewächſe⸗ Fütterung; ſie ſoll ausfindig machen, wie ſelbſt unter den allerun⸗ günſtigſten Verhältniſſen eine dem gefundenen Calcul entſprechende Einrichtung ſich zweckmäßig für's Ganze erweiſen dürfte.

Unſer Herr v. Thünen hat in dieſer Rückſicht intereſſante Unterſuchungen und Andeutungen in ſeinem»iſolirten Staate«, da, wo er(bei Anführuug der Rückſichten bei der Wahl eines Wirth⸗

ſchaftsſyſtems) über das»Verhältniß des Heuertrags aus den

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