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aber auch viel ſchlechter Wieſenwachs findet ſich in dem Sand⸗ und Moorrevier des Herzogthums. Wir glauben gern, daß das an ande⸗ rem Orte(ſ. unſere»Landw. Statiſtik«) von uns angegebene Ver⸗
hältniß der Wieſen zum Ackerlande 1:5 nicht zutreffend, ſondern zu
niedrig iſt; aber inſofern es die Marſchgegenden mit betrifft, mag es nicht allzuviel von der Wahrheit abweichen. In Birkenfeld ſtellt jenes ſich wie 1 zu reichlich 3.— Von dem Fürſtenthume Lübeck hat man in
dieſer Beziehung gar keine Ausweiſe oder vielmehr Schätzungen; aber
meine Bekanntſchaft mit der dortigen Ortlichkeit erlaubt mir zu beſtä⸗
tigen, daß der Wieſenbau dort, nach Umfang und Beſchaffenheit, in
gerechtem Verhältniſſe zum Ackerlande ſteht. §. 19.
Der Großherzogthümer Mecklenburg Wieſenbau.
Wenn auch minder reich als Holſtein, iſt Mecklenburg doch mit einer anſehnlichen Wieſenfläche begabt und man wird ſolche wohl zum fünften Theile der Ackerfläche annehmen können. Ein größeres Mißverhältniß herrſcht hinſichtlich der Güte der Wieſen, welche nur an den Flüſſen und Seen von ſüßer Beſchaffenheit ſind; die meiſten Feld⸗ und Waldwieſen haben jenen ſumpfbeizigen Grund, deſſen Ver⸗ beſſerung oder Umſchaffung einen ſo großen Aufwand an Nachdenken, praktiſcher Umſicht, Koſten und Zeit in Anſpruch nimmt.— An der Elde, Sude, Warnow und Nebel breiten ſich die trefflichſten Wie⸗ ſenpläne aus; ſie begreifen faſt den eilften Theil der ganzen Ober⸗ fläche von Mecklenburg⸗ Schwerin. Merkwuͤrdig vor allen iſt hier die von der Elde und Stör begränzte, zwiſchen Neuſtadt und Criwitz liegende große Wieſen-Etendue, benannt»Lewitz«, deren Cultur übrigens ihrem Umfange nicht entſpricht. Einen Pendant dazu bildet im Strelitzſchen die ſogenannte große Wieſe mit dem hohen Bruch, welche den Winkel zwiſchen dem Galenbecker See und dem Land⸗ graben bis zum Putzar⸗See begreift und uͤber eine Q. Meile ent⸗ hält. Vorzügliche Wieſen findet man beſonders um Brandenburg, wo z. B. das Liepzer Bruch, um Friedland und bei Weſenberg. Auch an den vielen Seen dieſer Lande bemerken wir einen umfangreichen Wieſenwachs, deſſen Ertrag, ebenſo wie der der Flußwieſen, bedeu⸗ tend höher und viel regelmäßiger ſeyn würde, wenn die agrariſche Le⸗ gislatur und ſtaatsbkonomiſche Weisheit den Entwäſſerungsgeſetzen gleich nöthige Aufmerkſamkeit in ihrem Entwurfe und in ihrer Aus⸗ führung widmete.
Von den intelligenten, in der rationellen Prarxis ſo hoch ſtehenden Landwirthen Mecklenburgs iſt neuerlich Vieles für einen verbeſſerten
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