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gelnde Beſtimmungen über die Waſſerbenutzung genannt werden. Im nördlichen Landestheile finden ſich in den weiten Wieſenräumen zwar neben ſchlechten Partieen viele ergiebige Flächen, aber verhältnißmäßig die meiſten dieſer auf dem mannichfach abgeſtuften Sandboden, wo
man bewundernswerthen Fleiß auf die Hervorrufung oder Verbeſſe⸗ rung des Graswuchſes verwendete, während der Landwirth in den von
der Natur mit beſſerem Boden begünſtigten Gegenden meiſtens genug an dem zu haben glaubte, was ihm ohne ſein Zuthun gegeben und er⸗
halten ward. Namentlich gilt das in der, wegen ihrer Wäſſerungs⸗
anlagen berühmten Provinz Lüneburg, welche ihre meiſten und beſten Schwemm⸗ und Rieſelwieſen in den ſterilſten Diſtricten und als Schö⸗ pfung und Eigenthum der dortigen Bauern zählt. . Würtembergs Wieſenwachs.
Würtembergs Wieſen mögen ſich zu ſeinem Ackerlande etwa wie 1:3 ½¼ verhalten oder(incluſ. der Grasgärten) ungefähr 720,000 dor⸗ tige Morgen(à 384 Q. R.= 1,2344 preuß. Morg.) einnehmen, wovon etwa il auf das Plateau der Alp(der Jurakalkformation) fallen duͤrfte. Seit 30 Jahren und länger wurden in dieſem Lande viel tauſend Morgen Wieſen in Ackerland verwandelt, und die Ver⸗ mehrung der Futterkräuter hat dieſen Abgang nicht fühlbar gemacht. In den eigentlichen Gebirgsthälern, an den Ufern der jene durchziehen⸗ den größern und kleinern Flüſſe(namentlich im Tauber⸗, Jart⸗ und Kocherthale, im Leinthal, Bühlerthal, Brenzthal, in vielen Theilen des Neckarthals, im Remsthal und Filsthal, faſt in allen Thälern der Alp, des Schwarzwaldes und der Bodenſeegegend) finden ſich in nam⸗ hafter Menge ſowohl zur Wäſſerung eingerichtete, als für dieſelben geeignete Flächen, welche dadurch zu dem höchſten Ertrage gebracht werden können. Die Ausführung der Wäſſerungsanlagen läßt aber im Ganzen noch Vieles zu wünſchen übrig. Eigentlich kunſtgerecht, wie im Siegenſchen, in den Vogeſen, in der Lombardei, iſt ſie in Wurtem⸗ berg nur ausnahmsweiſe. Es iſt zwar großer Fleiß unverkennbar, allein eine ziemlich rohe Ausführung und große Waſſerverſchwendung nicht zu läugnen. Am vollſtändigſten organiſirt ſind die Wäſſerungen in den nördlichen Alpthälern, im Lenninger, Uracher, Lindachthale, dann bei Weingarten, O. A. Ravensberg, wo man ebenfalls eine durch Herkommen und Satzungen geordnete Wäſſerung(auf einem Terrain von ungefähr 300 M.) trifft. Man ſieht hier bereits die er⸗ ſten Stufen eines muſterhafteu Betriebes erſtiegen; allein es fehlt im⸗ mer noch viel zu der Höhe, welche unter den gegebenen Verhältniſſen


