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Es iſt dieſer— wie geſagt— ein rein praktiſcher.— Stimmen mitunter unſere jetzigen Anſichten mit früher und anderwärts von uns gemachten Außerungen nicht überein, ſo ſehe der Leſer darin einen Beweis, daß ſpätere und gereif⸗ tere Erfahrung uns eines Andern und Beſſern belehrt habe.
Der wahrheitsliebende Schriftſteller wird es ſich nur zur Ehre
anrechnen und das ihm gezollte Vertrauen auf keine beſſere Weiſe rechtfertigen können, als wenn er ſeine Irrthümer zu berichtigen ſucht, wo und wie ſich Gelegenheit dazu darbie⸗
tet. Möge es uns denn gelungen ſeyn, dem norddeutſchen Wie⸗
ſenbauer— den ſüddeutſchen erkennen wir vorweg als unſern Meiſter— einen Leitfaden in die Hände zu liefern, welcher ſeinen örtlichen Bedürfniſſen und beſchränktern Mit⸗ teln harmoniſch entſpricht!
Der Verfaſſer.
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Vorrede zur zweiten Auklage.
Der Beifall, den dieſe Schrift, namentlich in denjeni⸗ gen Gegenden gefunden, für welche ich ſie vorzugsweiſe be— ſtimmte, hat mir die Pflicht auferlegt, an derſelben nach Form und Inhalt keine weſentliche Veränderungen vorzunehmen. Ich habe mich vielmehr darauf beſchränkt, Veraltetes und Falſches zu berichtigen und Ergänzungen nur da eintreten zu laſſen, wo ſie mir im Intereſſe der Praxis unerläßlich erſchie⸗
nen. Es iſt damit zugleich dem gegenſeitigen Wunſche der
Verlagshandlung und des Verfaſſers, das Buch durch Er⸗ weiterung nicht zu vertheuern, ein Genüge geſchehen, ohne daß ſolches deßhalb noch jetzt im Ganzen an Vollſtändigkeit gegen andere Wieſenbaulehren zurückſtehen dürfte.
Berlin, im März 1843. Der Verfaſſer.


