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und 20 Pfund ungelöſchten Kalk zu nehmen, dieſe Stoffe mit Jauche anzuruhren und ſo lange(3— 4 Tage) gähren zu laſſen, bis ſie einen eigenthümlichen Geruch entwickeln, wo ſie dann vor dem Samen ausgeſtreut werden*).
f) Gyraudy's Dungpulver. §. 462.
Die Ingredienzen dieſes Pulvers ſind: Gallerte aus geſot— tenen Knochen, pulveriſirter Kloackenduͤnger(?⁷), Thierkohle, Hüh⸗ ner⸗ und Taubenmiſt, Extract aus allen uͤbrigen Miſtarten, pul⸗ veriſirte Kreide(), an der Luft zerfallener Kalk(!) und Soda. Dieſer Extract aus den wirkſamſten Düngerarten ſoll, nach dem Erfinder, um ¼ größere Ernten abwerfen als der Stallmiſt**).
Dieſer Erfolg, ſo wie die Art der Zuſammenſetzung, machen jede Erläuterung entbehrlich.
g) Celnart's Compoſt §. 463.
Sein Verfahren beſteht in Folgendem:
Zuerſt wird eine 3—4“ mächtige Schichte Erde ausgebreitet, welche 3— 4“ mit Stallmiſt bedeckt und dieſer mit gebranntem Kalk meſſerdick beſtreut wird. Auf den Kalk kommt wieder Erde, und auf dieſe Miſt zu liegen, und ſo wird der Turnus wiederholt, bis der Haufen eine Höhe von 8“ erreicht hat †**).
h) Chaptal's Compoſt. §. 464.
Nach ſeiner Methode bildet Kalk, Schutt oder eine andere kalkhaltige Erde die Unterlage.
Auf dieſe kommt Schaf- oder Pferdemiſt zu liegen, welcher mit Mergel, Straßen-, Menſchenkoth, Abfällen von Stroh und Heu bedeckt und das Ganze mit Jauche übergoſſen wird 1¼).
*) Freimüthige, auf Selbſterfahrung gegründete Anſichten über den Ver⸗ fall des Ackerbaues ꝛc., von Reinprechter, Bamberg 1837, S. 70, und Univerſalblatt a. a. O., B. 15, S. 61. Der Verfaſſer beabſichtigt, durch ſeinen Mengdünger den gefallenen Ackerbau in Oeutſchland auf die Beine zu bringen. Die peſtartigen Gasarten, unter ſeine Naſe gebracht, werden ihm ſicherlich aufhelfen.
**) Journal des connais. usuelles, 1834, Aprilheft, und Univerſalblatt a. a. O., B. 8, S. 101.
**) Die Kunſt, den Boden fruchtbar zu machen, von Celnart. Aus dem Franzöſiſchen von Haumann, Ilmenau 1830, S. 152.
†) Celnart a. a. O., S. 151.
Hlubek's Statik. 29


