Druckschrift 
Die Ernährung der Pflanzen und die Statik des Landbaues : gekrönte Preisschrift / von F[ranz] X[aver Wilhelm] Hlubek
Entstehung
Einzelbild herunterladen

446

Faßt man nun das dort, wie hier Geſagte zuſammen, ſo laſſen ſich folgende Grundregeln in Betreff der Erdbeimengung zum Stall miſte aufſtellen:

1. Man verhindere das Abfließen vom Stallmiſte durch Bei mengung von was immer einer Erde;

2. man ſuche die Gährung des Miſtes in jenen Fällen durch Zwiſchenlagen von was immer einer Erde zu hemmen, in welchen der Miſt längere Zeit, beſonders während einer warggen Witterung, liegen bleiben muß;

3. geſtatten es die Localverhältniſſe, ſo wähle man eine ſolche Erde, welche geeignet iſt, die phyſikaliſche Beſchaffenheit der Grund ſtücke zu verbeſſern;

4. iſt man durch die Umſtände genöthigt, Erde als Streu an zuwenden, ſo wähle man Heideplaggen, Moor- oder eine andere, mit vielen organiſchen Rückſtänden verſehene trockene Erde, und in Er mangelung dieſer nehme man Sand oder eine dieſem ähnliche Erde, und vergeſſe nicht, daß täglich circa 120 Pfund pr. Stück Groß⸗ vieh nebſt etwas vegetabiliſcher Ueberſtreu erfordert werden, um den Thieren ein trockenes und weiches Lager zu verſchaffen; und

5. verwende man den Erdſtreudünger dort, wo ihm die Boden kunde nach Maßgabe der Beſchafſenheit der Grundſtücke und der an gewendeten Erde den Platz anweiſ't, alſo auf bindige die magere, und auf loſe Gruͤnde die fette, bindige Erde, und halte ſtets vor Augen, daß der Erdſtreudünger, ſo wie alle erdige Düngerarten, am vortheilhafteſten zur Ueberdüngung der Saaten, der Wieſen und Weiden verwendet werden können.

Poudrette, Urate und andere Dungſalze. §. 456.

Der muͤßige, unausgebildete menſchliche Verſtand findet in der Zuſammenſetzung der Excretionen und anderer werthloſen Dinge den ſchönſten Anhaltspunct, um ſich dem Müßiggange und den La ſtern zu entziehen, die Aufmerkſamkeit der nach allem Abſurden ha ſchenden Journaliſten*) auf ſich zu lenken, und auf dieſe Weiſe noch für ihre Ungereimtheiten die Schriftſtellers- oder Schriftſtehlers⸗Ehre

*) Es iſt unglaublich, daß die neue Theorie über die Gährung faſt in al len techniſchen Journalen Eingang finden konnte. Sie lautet: Die Hefe be ſteht aus lauter Eiern; dieſe werden ausgebrütet, die Thiere freſſen den Zucker und ſchmeißen Wein, Alcohol, Branntwein und Eſſig verſteht ſich nach Verſchiedenheit des Geſchlechts und der Species.

werde und d und u

4 und: eine! menſe ſtreut Einr raden disſel

6 n d ande

drüch