Teil eines Werkes 
1 (1831) Reise durch Ober-Italien. 1
Entstehung
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C. Von der Cultur der Oliven.

Zerſtreuete Olivenbaume findet man allenthalben in den Hü⸗ geln zwiſchen dem Garda-See und dem großen See; Olivengärten aber nur an den Ufern des Garda-, Iſeo-, Co mo⸗ und großen Sees.

Die Cultur dieſes Baumes in der Nähe von Lugano und Como iſt ſehr alt, wie aus Documenten hervorgeht (Atti della Società patriotica di Milano. Tom. III.), zufolge welchen im ſechſten und ſiebenten Jahrhunderte Olgrten in Cam pione am See von Lugano der Kirche des heil. Ambroſius in Mailand geſchenkt worden. Später ſchenkte Kaiſer Lothar das ihm gehörige Allodialgut, Corte di Limonta am See von Como, der nämlichen Kirche. Allein ohngeachtet, daß man die Cultur der Oliven in dieſen Gegenden ſeit laͤnger denn tauſend Jahren betreibt, hat ſie doch nie einen bedeutenden Umfang erhalten, und ſie iſt nach allen dießfalls von mir ange⸗ ſtellten Erhebungen gegenwärtig nur im Abnehmen, da man ſich überzeugt, daß die Weinrebe und der Maulbeerbaum unter den gegebenen örtlichen Verhältniſſen einen größern Vortheil abwirft. Nur in den Umgebungen des Garda-Sees, und insbeſondere der Stadt Salô findet man noch größere Olivenpflanzungen, die mich veranlaßten von Deſenzano über die anmuthigen, mit Wein bepflanzten Hügel dahin zu fahren, und mich ſelbſt zu überzeugen, welcher Unterſchied zwiſchen den dortigen Oliven und jenen obwalte, womit die Küſten von Iſtrien bedeckt ſind.

In Salo fand ich an dem Grundbeſitzer, Herrn Forſetti, einen gefälligen Begleiter, der mich in die benachbarte Gemeinde, Guardone di ſopra, führte, wo die ausgedehnteſte, und wie er ſagte, beſtgeordnete Olivencultur betrieben wird. Ich fand da die Olivenpflanzungen an einem ſteilen Hügel am