Teil eines Werkes 
1 (1831) Reise durch Ober-Italien. 1
Entstehung
Einzelbild herunterladen

viele iſt in

vane, ierauf

n ent⸗ publik, derſel⸗ ngen, e ſind nher⸗ ducher

hhe die⸗ Men⸗ die un⸗ ſte ge⸗ üſſe zu durch kange⸗ ſpiri, afteten

locken⸗ gleich⸗ t. Der lenord⸗ hoch 15 Fuß en, die der Um⸗ ken ne⸗ nander

3. Mai. Venedig. 15

verbunden, ſo daß der ganze Thurm in ein Mauerſtück verwan⸗ delt wird. Nur in der Mitte iſt eine freie Offnung, in der die Glockenſtricke haͤngen.

Man geht auf einer ſchiefen Fläche, die nur maͤßig geneigt iſt, bis zu den Glocken. Es ſind keine Stufen und man könnte daher auch wohl hinauf reiten.

Der Thurm iſt von Ziegeln erbauet und nur in den vier Ecken beſtehen die Wände aus viereckigen Steinen. Die Maſſe der Ziegel iſt aber ſelbſt ſteinartig, und viele derſelben unterſchei den ſich kaum von Stein; ſie ſind 12 Zoll lang, 3 Zoll breit und 4 ½ Zoll dick. Das ganze Thurmgebäude iſt von außen und innen in einem völlig unverſehrten Zuſtande und doch war es ſchon im Jahre 1150 bis zum Glockenhauſe fertig.

Von der Glockengallerie genießt man eine der ſchönſten und in ihrer Art einzigen Ausſicht, denn man überſieht mit einem Blicke die mitten im Meere liegende große Stadt, mit ihren breiten und ſchmalen Canäͤlen, mit ihren Inſeln, die wieder eben ſo viele Städte darſtellen; das feſte Land und die hohen Alpen, die von der Nord⸗ und Weſtſeite den Horizont begrän zen, und das offne Meer, das gegen Südden ſich unbegraänzt aus dehnt. Es iſt ein wunderſchönes Panorama, an deſſen Anblick ich mich nicht ſatt ſehen konnte. Ich konnte nur unvollkommen den Monte maggiore in Iſtrien, in der Nahe von Fiume, ausnehmen und doch ſah man im vergangenen Jahre(1827) von hier aus ſehr deutlich die Pulver-Signale, die dort gemacht wurden, um den Unterſchied der geografiſchen Laͤnge dieſer zwei Punkte zu beſtimmen.

Verſunken im Anblick der Herrlichkeiten, die unter und vor mir ausgebreitet lagen, fing ich an, mich in die Zukunft hinein zu denken, und mir nach den Geſetzen der Wahrſcheinlichkeit ein Bild der Stadt und ihrer Umgebung zu malen, wie es ſich dem Blicke des Beſchauers von dieſem Thurme nach 100 Jahren dar⸗ ſtellen wird. Da ſah ich um hundert Kirchthürme weniger, einen großen Theil der entlegenen Seſtieri und der Giudecca