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Das landwirthschaftliche Institut zu Jena in seiner Verbindung mit der dasigen Gesammt-Akademie und dem Großherzoglichen Kammergute zu Zwätzen : nebst einer Abhandlung über höhere Bildung des deutschen Landwirths und Gutsbesitzers / beschrieben von dem Stifter und Director desselben Friedrich G. Schulze
Entstehung
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So entſtand der grammatiſche Pedantismus der Philologen, welcher uͤber dem todten Buchſtaben den hohen und vielſeitigen Geiſt der Alten verlor.

9) In der neueſten Zeit denken viele der Edelſten unſers Volks an ein hoͤheres Leben, wenn ſieNationalitaͤt oder Volksthuͤmlichkeit von den Deutſchen verlangen. Sie haben Recht, in ſofern ſie wollen, daß wir zu dem hohen Stand⸗ puncte der Sittlichkeit uns erheben, auf welchem unſere Vor fahren im Alterthume ſich befanden, daß insbeſondere Einfach heit und Wahrheit, Treue und Keuſchheit, Willensfeſtigkeit und Rechtsgefuͤhl, wahre Ehre und Vaterlandsliebe wieder in unſer Volksleben gebracht werden. Sie haben auch Recht, wenn ſie fordern, daß aus unſerm Leben Auslaͤnderei und Nachahmungsſucht entfernt, Selbſtachtung dagegen und Selbſt thaͤtigkeit gepflegt werden muͤſſen.

Aber Verirrung iſt es, wenn man die Forderung der Volksthuͤmlichkeit auf Tragen deutſcher Kleider, Fabrication deutſchen Zuckers und andere Aeußerlichkeiten beſchraͤnken will, oder wenn man das Volksthuͤmliche hoͤher achtet als das Menſchliche(ſ. oben S. 8 13).

§. 3. Die hoͤhere Lebensanſicht, worauf eine hohere Bildung des deutſchen Landwirths zu gründen iſt.

Jede der ſo eben angefuͤhrten hoͤhern Lebensanſichten iſt achtbar. Welche nun ſoll der deutſche Landwirth zu der ſeini gen machen?

Keiner ſoll er allein folgen, ſondern er ſoll eine Lebens art waͤhlen, welche alle jene Grundſaͤtze in ſich vereinigt. Er ſoll nicht einſeitig das Menſchenleben beſchauen, ſondern einen Standpunct ſuchen, von wo er daſſelbe von allen Seiten be trachten kann. Er ſoll in Allem, was er denkt, erſtrebt und thut, Volksthuͤmlichkeit, Menſchlichkeit, Vernünftigkeit, Weis

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