Geſetzt nun, der Hauptſtaat verbiete die Getreideein— fuhr aus den Nebenſtaaten, wie wird dies auf den Ge⸗ treidepreis in einem unfern von der Zentralſtadt liegen— den Nebenſtaat mit einem abgerundeten Gebiet wirken?
Nach der Sperrung wird der Getreidepreis in dem Nebenſtaat nicht weiter durch den Preis in der Zentral— ſtadt regulirt; der Nebenſtaat tritt nun in Beziehung auf den Getreidehandel in die Verhaͤltniſſe eines iſolirt liegenden Staats, und der Preis des Getreides wird nun nach eben den Geſetzen, die wir fuͤr den iſolirten Staat — als Einheit betrachtet— gefunden haben, beſtimmt, d. h. der Preis in der kleinen Stadt des Nebenſtaats muß ſo hoch ſeyn, daß dadurch dem entfernteſten Pro— duzenten die Produktions- und Transportkoſten erſetzt werden. Da aber das Gebiet der Stadt nur klein iſt und da das Getreide nicht aus weiter Ferne herbeige— ſchafft zu werden braucht, ſo kann auch der Getreidepreis in der kleinen Stadt ſich nur wenig uͤber die Produktions— koſten erheben, und die Landrente, die der Grund und Boden in dieſem Nebenſtaat ſonſt gab, verſchwindet dann faſt ganz.
Sehr merkwuͤrdig bleibt es, daß die Sperrung dieſe Wirkung auf einen Staat, der doch nur ſein eigenes Beduͤrfniß an Getreide erzielt, und der fruͤher eben ſo wenig Korn als jetzt nach der Zentralſtadt lieferte, aus— uͤben kann, und der Natur der Sache nach ausuͤben muß.
In einem aͤhnlichen Verhaͤltniß, wie die Nebenſtaa— ten zu der Zentralſtadt, ſtehen die europaͤiſchen Staaten zu dem reichen Staat, der den hoͤchſten Getreidepreis zah— len kann, zu England und namentlich zu deſſen Haupt— ſtadt, London.
Auch in dieſen europaͤiſchen Staaten wird, ſelbſt dann wenn ſie weder Korn einfuͤhren noch ausfuͤhren, der Getreidepreis durch den Weltmarkt von London beherrſcht,


