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Ueber englische Landwirthschaft und deren Anwendung auf andere landwirthschaftliche Verhältnisse, insbesondere Deutschlands : nach eigener Anschauung / von A. von Weckherlin
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werden, welche, weil dann bei nahezu gleichbleibenden Produktions koſten, der Naturalertrag ſehr geſteigert wird, nach den gegebenen Berechnungen ihr Ertragsverhältniß pr. Morgen auf 1113 fl. und dahin bringt, daß ſie ſchon an ſich den obigen Mittelerträg⸗ niſſen, wie ſie von 1 Morgen Ackerland im Durchſchnitt eines Umlaufs angenommen werden können, gleich kommen.

Wer aber bei Wirthſchaften, in welchen Viehzucht in dem angenommenen Maaßſtabe lohnt, den höhern Werth kennt, welchen gutes Heu von kräftigen Wieſen, auf welchen die Düngung die beſten Gras-, Klee-, Wicken- ꝛc. Arten hervorruft, und ſchlechte Pflanzen, Moos, Haidekraut, Equiſeten u. drgl. vertreibt, vor anderem Heu von magern Wieſen und vor allen andern Fütterungs⸗ mitteln hat, wie es ſich daher gegenüber von dieſen verhältniß⸗ mäßig weit beſſer als in dem angenommenen Durchſchnitte verwer thet, was, um auch nicht entfernt partheiiſch zu erſcheinen, in den bisherigen Berechnungen gar nicht geltend gemacht worden iſt; wer es weiß, wie erſt durch ſolches Heu andere minder zuträgliche Fütterungsmittel, ſo ganz beſonders auch das Stroh, gedeihlicher für das Vieh verwendet werden können; wie hauptſächlich nur

utes Wieſenheu dasjenige Futtermittel iſt, das dazu beitragen kann, Rindvieh- und Schafzucht zu möglich hoher Vollkommenheit und dadurch zu möglich hohem Ertrage zu bringen; wie endlich kräftige Wieſen den ſicherſten* Ertrag an gedeihlichem Futter,

* Die oben S. 178 berührten verſchiedenen Verſuche über den Einfluß der Dünguug auf Wieſen in Hohenheim gaben auch einen nicht unintereſ⸗ ſanten Beleg dafür, daß eine für den Grasertrag ungünſtige Witterung bei den durch Düngung kräftig erhaltenen Wieſen weit weniger nachthei lig einwirke, der Ertrag auch dann weit ſicherer bleibe, als auf unkraͤf⸗ tigen, ungeduͤngten Wieſen. Es verhielt ſich nämlich in den für Wieſen⸗ futtererzeugung durch Trockenheit ganz ungünſtigen Jahrgängen 1840 und 1841 der Heu⸗- und Oehmdertrag zu dem achtjährigen Durchſchnittsertrag:

a) Bei dem alljahrlich gedüngten 1 Mrg. wie 2 zu 3.

b) Bei dem alle 2 Jahre gedüngten 1 Mrg. wie 1 zu 2.

) Bei dem nie gedüngten 1 Mrg.(bei welchem der Jahresertrag in jenen beiden Jahren bis auf 6 Ctr. ſank) wie 1 zu 3.