Ueber den früheren landwirthſchaftlichen Zuſtand in England.
(Als Einleitung.)
Von der Landwirthſchaft in England, wie ſie etwa zu Anfang des vorigen Jahrhunderts noch beſchaffen geweſen ſeyn ſoll, wird folgendes Bild gegeben:
Faſt alles Land lag offen und wurde in demjenigen rohen Zuſtande benützt, wie früher auch allgemein in Deutſchland und wie man dieſes jetzt noch in einem nicht unbedeutenden Theile Deutſchlands antrifft. Der von Natur trocken liegende Theil war Ackerland; der tiefere, feuchte und naſſe Theil Wiesland, häufig noch, wenigſtens zur Waide, gemeinſchaftlich benützt; das Uebrige war gemeine offene Waide. Es wurde das Ackerland in drei Feldern beſtellt: Winterfeld, Sommerfeld, Brache; letztere im Sommer als gemeine Waide, wie auch die Stoppel der Kornfelder, gemein⸗ ſchaftlich behütet. Der Viehſtand war ſchlecht.
Etwa in der Mitte des vorigen Jahrhunderts kam ein regeres Leben in den landwirthſchaftlichen Betrieb. Bald erkannten dann die Landwirthe Englands, daß der bisherige Zuſtand dieſes Be⸗ triebes nur als erſter roher Anfang der Kultur angeſehen werden


