Teil eines Werkes 
2,2 (1840) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 2,2
Entstehung
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694 Statiſtiſche Notizen.

wirthſchaftlichen Betriebſamkeit. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 12 Schilling 3 Pence vom Acker. Der Shannon bildet die weſtliche Grenze der Grafſchaft, die von den Fluͤſſen, Inny, Curlew und Tallen durchſchnitten iſt. Der Hauptſee iſt der Lough Gwanagh. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Longford 4516 E.; Granard 2069 E. Die Bevolkerung der Grafſchaͤft belief ſich 1831 auf 112558 Seelen.

11) Meath, an der iriſchen See gelegen, enthaͤlt 567127 Acker, von denen nur 5600 unkultivirt oder Wuͤſtung ſind. Die Oberflaͤche iſt meiſt flach; der Boden beſteht aus Thon oder Lehm auf Kalkſtein oder Kies, und zeigt an einigen Orten eine außerordentliche Frucht⸗ barkeit. Es gibt einige große Beſitzungen, im Ganzen iſt aber das Grundeigenthum ſehr vertheilt. Weidewirthſchaft war fruͤher die Haupt ſache; ſeit dem Ende des amerikaniſchen Krieges hat jedoch der Ackerbau nach und nach mehr an Ausdehnung gewonnen, ſo daß jeßt etwa Vier Fuͤnftheile unter dem Pfluge ſind. Ungeachtet des herrlichen Bodens und der guͤnſtigen Lage von Meath iſt der Ackerbau und mit ihm der Zuſtand der Landbebauer doch gleich ſchlecht. Eine ununter⸗ brochene Folge von Hafer und andern Koͤrnerfruͤchten iſt nicht unge⸗ woͤhnlich und dauert zuweilen 20 Jahre lang fort. Die gewoͤhnliche Rotation iſt: Weizen, Hafer, Brache, Kartoffeln und Klee, gewoͤhn⸗ lich ohne Anwendung von Duͤnger, und bei ſchlechter Bearbeitung der Brache. Vor nicht gar langer Zeit arbeitete man mit Pferden und Ochſen neben einander, und ſpannte haͤufig 6 Stuͤck vor einen Pflug. Trotz der ſchlechten Beſtellung ſtehen die Fruͤchte doch ausgezeichnet. Waͤhrend der letzten 15 Jahre ſind zwar mehre weſentliche Verbeſſe rungen im Ackerbaubetrieb ſowohl in Meath ſelbſt als in den benach⸗ barten Grafſchaften vorgenommen worden, namentlich in Betreff der Ackerinſtrumente, des Umlaufs der Fruͤchte, der Reinigung des Lan⸗ des ꝛc.; aber ihr Einfluß iſt nicht hinreichend, den Hauptkarakter der hieſigen Landwirthſchaft zu veraͤndern. Die meiſten großen Farmer (dazu rechnet man die, welche 50 bis 150 Acker bewirthſchaften) ha⸗ ben kein beneidenswerthes Loos. Sie entbehren meiſtens jeder Art von Annehmlichkeit, beſonders guter Wohnungen. Die Huͤtten der Haͤusler und kleineren Paͤchter ſind aber vollends ganz ſchlecht. Sie ſchuͤtzen oft nicht einmal hinlaͤnglich gegen Regen, und enthalten Loͤcher zum Anſammeln des eingedrungenen Waſſers. Die unmittelbar unter den Gutsherren ſtehenden Arbeiter ſind beſſer daran, ihre Haͤuſer ſind doch meiſtens waſſerfeſt; doch haben nur wenige Feuereſſen, und noch ſeltner Fenſter. Das Licht dringt nur durch die geoͤffnete Thuͤr oder durch kleine Loͤcher in der Mauer, die durch ein Bund Stroh nach Willkuͤhr verſtopft werden, in das Innere. Das Schwein iſt der gewoͤhnliche Hausgenoſſe; die Huͤhner die beſtaͤndigen; und wenn die Familie eine Kuh beſitzt, erhaͤlt auch ſie eine Wohnung mit ihr. Doch ſind die Gebaͤude in neuerer Zeit etwas beſſer geworden. Eben

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