Teil eines Werkes 
2,2 (1840) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 2,2
Entstehung
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396 Vierunddreißigſtes Kapitel.

werth iſt auch die auffallende Verſchiedenheit in dieſer Hinſicht zwiſchen den beiden Devonſhirer Ochſen von ziemlich gleichem Ge wicht bei der Aufſtellung, desgleichen die ſonderbare Erſcheinung, daß Thiere ſo verſchiedenen Gewichts ziemlich gleich viel Futter verzehrt haben. Es iſt jedoch nicht ſelten der Fall, daß unter dem Maſtvieh gleichen Alters, gleicher Raſſe und anſcheinend gleicher Eigenſchaften einige Stuͤcke ſich leichter maͤſten und zu einem groͤßern Gewicht gelangen, als die anderen, obgleich das Beſehn und Befuͤhlen dies nicht erwarten ließen. Im Allgemeinen be halten indeſſen einige Raſſen doch beſondere Vorzuͤge vor anderen. Bei der Maſtung in Staͤllen oder Schuppen muß das Vieh neben den rohen ſaftigen Erdgewaͤchſen immer etwas gutes Heu und feines Stroh als Korrektiv erhalten, und jene ſollten ſtets mit Beruͤckſichtigung ihrer Haltbarkeit verfuͤttert werden. Wenn daher Turnips zu Maſtfutter beſtimmt ſind, iſt es vortheilhaft, zuerſt die gewoͤhnlichen weißen, dann die gelben von Aberdeen und zuletzt die ſchwediſchen zu verfuͤttern. Wendet man zu dieſem Behuf Kohl, Moͤhren, Paſtinaken, Kartoffeln und Runkeln an, ſo ſind dieſelben ebenfalls der Reihe nach zu verbrauchen, jedoch mit der Ruͤckſicht, daß die nahrhafteſten unter dieſen Futterma⸗ terialien zuletzt kommen; denn die Maſtthiere werden immer ekler, je mehr ſie an Gewicht zunehmen, und verzehren gegen das Ende der Maſtzeit nicht mehr ſo viel Futter, wie am Anfang derſelben. Deshalb muß man ihnen, wenn jenes naht, die moͤglich groͤßte Maſſe von nahrhafter Subſtanz in einem kleinen Volumen beizu⸗ bringen ſuchen, Kleien, Schwarzmehl, Schrot von allen Arten Getreide, Oelkuchen und zu Gallert gekochter Leinſaamen werden ebenfalls neben Erdgewaͤchſen und Heu zu Maſtfutter verwendet. Man gibt von ihnen dem Stuͤck taͤglich 5 10 Pfund, je nachdem ihr Preis, der Zuſtand des Viehs, der Wunſch, es bald fuͤr den Markt tauglich zu machen, und die Anſicht des Maͤſters eine ſolche Gabe mehr oder weniger vortheilhaft erſcheinen laſſen. Kleien und Leinoͤl in dem Verhaͤltniß, das man zwei Peks von jenen in drei Futtern taͤglich gibt und an jedes eine Pinte Leinoͤl mengt, werden ſehr eifrig als ein Maſtfutter empfohlen, das vor⸗ zuͤglich geeignet ſei, mageres Vieh ſchnell in die Hoͤhe zu bringen. Was die Zubereitung des Futters betrifft, ſo iſt man lange der Meinung geweſen, daß das Bruͤhen, Kochen oder Daͤmpfen deſſelben, beſonders der Erdgewaͤchſe, die Nahrhaftigkeit vermehre. Deshalb hat man haͤufig Kartoffeln und Ruͤben, ſowie das ver⸗

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