Von der Verwandl. des Ackerl. in immerw. Weide od. Grasland. 649
3) Sie wird von allem Vieh ſo geliebt, daß das aus ihr bereitete Heu demſelben angenehmer, als jedes andre iſt, und vegetirt ſo lange im Jahre, daß ſie den groͤßten Theil des Win⸗ ters zu Gruͤnfutter dienen kann. Der Dr. Richardſon erhielt von
ree ihr, wie durch Augenzeugen beſtaͤtigt wird, auf 1 Acker das Jahr lg aer zuvor nicht geduͤngten Land 6 Tonnen und auf 1 geduͤngten 7 din 35 Tonnen 4 Centner gut getrocknetes verkaufbares Heu.
tägte Es bewahrt ſeine Vegetationskraft in der That vom Anfang un des Octobers bis zu Ende des Maͤrzes und man hat ſogar im Mäalen gu December Heu dakaus bereitet, da es, in kleine Haͤufchen gebracht, men din Em nicht wie andere Grasarten, in Faͤulniß uͤbergeht. Es iſt dieſes ten gini jedoch ein langweiliges und muͤhſeliges Geſchaͤft; man benutzt da⸗ litmh her dieſes Gras am beſten zu Gruͤnfutter, da es ſich nicht abwei— 1 zu en nm den laͤßt; dabei hat es nur das Unangenehme, daß jedes Stuͤck knen ngain davon, welches vom Vieh nicht aufgezehrt und auf den Miſthof weilen ni gebracht wird, daſelbſt nicht fault, ſondern ſeine Vegetationskraft empfohlenn a bewahrt und auf dem Felde dann als Unkraut leicht einwurzelt; alle Baachwn ſelbſt die Halmknoten des Heu's haben wieder Wurzel geſchlagen.
ſe Mange gut Man ruͤhmt uͤbrigens von ihm, daß es guͤnſtig auf die Milch hat jedoch ner wirke, ſowohl hinſichtlich ihrer Menge, als ihrer Guͤte; Verſuche ergaben wenigſtens, daß man bei einer Fuͤtterung mit gedaͤmpften
poringtoö eir Kartoffeln und Haferſtroh von 6 Gallons Milch nur 39 ⅜ Unzen, iſchen Eprahe bei einer mit Fiorinheu und gleichem Stroh aber von derſelben Fruher vnd Quantitaͤt Milch 55 ⅛ Unze Butter, alſo 40% mehr erhielt. nun eirt Ö Es laͤßt ſich durch Saamen fortpflanzen, beſſer aber durch in der iiſcen Wurzeln und Schnittlinge, die man gegen das Ende des Herbſtes genaue Unte einſetzt; ſelbſt noch in der Mitte des Decembers iſt ſolches mit ahrheit ſein Erfolg geſchehen. Das Land muß zuvor ſo viel, als moͤglich dafüör der trockengelegt werden; denn wenn auch das Fiorin die Feuchtig⸗ von ihr keit und Bewaͤſſerung liebt, ſo darf doch das Waſſer nicht ſtehen bleiben, wenn es gedeihen ſoll. Nachdem man hierauf das zu ei⸗ ſhwannin ner Bepflanzung mit ihm beſtimmte Grundſtuͤck wohl gereinigt 1 und zerkruͤmelt hat, ſtreut man die Schnittlinge darauf und be⸗ eöſterEin deckt ſie leicht mit lockerer Erde oder mit einer Mengung von nal mär dir Torfaſche und Erde. Man erhaͤlt dieſe Schnittlinge am leichteſten, zat wenn man die Grasſchoſſen in armſtarke Bunde bindet und ſolche ann auf einem Brete mit einem Heckenmeſſer in 3— 4 Zoll lange 768805 li Stuͤcke zerſchneidet. Nachdem die jungen Pflanzen zum Vorſchein 4970 n gekommen, muͤſſen ſie im erſten Jahre zwei⸗ bis dreimal gejaͤtet dirimmch” werden, ſpaͤter iſt ſolches nicht mehr noͤthig.


