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Das Edelschaf in allen seinen Beziehungen : als Schlußstein dessen, was der Verfasser bereits über veredelte Schafzucht geschrieben / von J. G. Elsner
Entstehung
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llen 215 den Es iſt aber noch ein anderer ſehr wichtiger Ge no⸗ r ſichtspunkt feſtzuhalten, naͤmlich der, daß durch ten, die Vermehrung des Edelſchafes die Nahrungsmittel fuͤr die Bevoͤlkerung unmittelbar vermehrt werden, ſche und zwar dadurch, daß die Fleiſcherzeugung zunimmt. olle Hier ſtoße ich alsbald auf ein Vorurtheil, welches im, ſich dahin ausſpricht: es habe die Guͤte des Schaf⸗ nit fleiſches durch die Einfuͤhrung und Ueberhandnahme rer des Edelſchafes ſehr verloren, und es liefere dieſes nal ein in Qualitaͤt viel ſchlechteres Fleiſch, als das der gemeine Landſchaf. Daß dem aber nicht alſo ſeyn nig E koͤnne, liegt in der Natur der Sache. Wie ſollte ner ein Thier, welches in ſeinem ganzen Organismus olle offenbar feiner iſt als andere ſeiner Gattung, ein um ſchlechteres Fleiſch geben wie dieſe? Die Ent⸗ ber ſtehung des Vorurtheils aber muß doch eine guͤltige twa Veranlaſſung gehabt haben. Dieſe fehlt allerdings lter nicht. So lange man nur immerfort auf die nume⸗ mal riſche Vermehrung des Edelſchafs ſieht, werden alle⸗ duir zeit nur alte und unbrauchbare Thiere unter das d⸗ Meſſer geliefert, die natuͤrlicherweiſe kein gutes Fleiſch ede geben konnen. Freilich machen die Hammel(Kappen ig oder Schoͤpſe) hiervon eine Ausnahme, aber auch vi dieſe laͤßt man in vielen Schaͤfereien, behufs des

hen Wolletragens, aͤlter werden, als es ſonſt der Ordnung

nach geſchieht, und ſo geben auch ſie kein ſo gutes Fleiſch wie die juͤngeren von der gemeinen Landrace. Dieſe Periode aber iſt, wenigſtens fuͤr den groͤßten Theil von Deutſchland, ſo ziemlich voruͤber; auch

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