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Das Edelschaf in allen seinen Beziehungen : als Schlußstein dessen, was der Verfasser bereits über veredelte Schafzucht geschrieben / von J. G. Elsner
Entstehung
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durchaus den Nutzen nicht, weil der Duͤnger von dieſen auf derlei Boden keineswegs die gute Wirkung hat, wie der von Schafen.

So iſt es denn nicht zu widerlegen, daß die Ein⸗ fuͤhrung des Edelſchafes und die damit verbundene Vermehrung und Vergroͤßerung der Schaͤfereien auf die Cultur des Landes uͤberall einen ſehr guͤnſtigen Einfluß bereits gehabt hat, und noch fortwaͤhrend hat. Dazu aber iſt mit vollem Rechte noch die Ver⸗ ſchoͤnerung des Landes zu⸗ zaͤhlen, welche ſie uͤberall

bewirkt. Verſchoͤnerung des Landes? fragt man

vielleicht mit Verwunderung. Man wird ſogleich ſehen, daß ich damit nicht etwa bloß etwas Para⸗ doxes ſagen will. So lange man nur noch gemeine Schafe hielt, wurden ſie in elenden und ſchmutzigen Staͤllen untergebracht. Fuͤr das Edelſchaf baut man mitunter wahre Palaͤſte. Man werfe nur einen Blick auf dem freien Lande um ſich, in allen den Gegenden, wo die edle Schafzucht in rechtem Flor iſt, und man wird da und dort den freundlichſten Anblick von ſchoͤnen Gebaͤuden genießen, wovon ein großer Theil Schafſtaͤlle ſind. Und wie viele neue ſchoͤne Gehoͤfte verdanken nicht mittelbar ebenfalls ihre Entſtehung dem Edelſchafe, weil dieſes die Mittel herbeibrachte, um ſie aufbauen zu koͤnnen! Aber noch eine Verſchoͤnerung darf man nicht uͤberſehen, und das iſt der Schmuck, den der Anbau der Brache den Feldern gibt. Man ſtelle doch einmal

in Gedanken eine kahle, im Sommer faſt gaͤnzlich Elsner, das Edelſchaf ac. 14