item ernet
27
iſt auch matte und kranke Wolle meiſtentheils ſchlicht, was aber nur von dem Mangel an Nerv, an welchem ſie leidet, herkommt.
5) Dichte und ſchuͤttere Wolle. Hier muͤſ⸗ ſen wir uns vor allen Dingen die Frage vorlegen, ob die Wollhaare bei dieſen beiden Arten verſchieden ſind, oder ob der ganze Unterſchied zwiſchen beiden lediglich auf dem dichteren oder ſchuͤtteren Stande derſelben beruhe. Meiner Meinung nach iſt bloß das letztere der Fall, und wenn auch die Stapel bei— der Arten inſofern von einander abweichen, daß bei der einen die Bogen hoͤher, bei der andern flacher werden, ſo kommt dieß einzig und allein daher, daß bei der ſchuͤtteren dieſelben mehr Raum zu dieſen Biegungen haben, und daß bei ihr auch Luft und Licht weit mehr eindringen kann, was ebenfalls die Biegungen vermehren hilft. Bei der dichten faͤllt dieß alles weg, und es bleiben ſonach die Bogen nie— driger, weil die ſo ſehr dichtſtehenden Stapel ein— ander keinen vollen Spielraum laſſen. Dadurch aber, daß Luft und Licht nicht ſo ſehr eindringen koͤnnen, verdunſtet auch das Fett nicht ſo, und es durchdringt das Haar deſto inniger, weßwegen denn auch eine ſolche dichte Wolle in der Regel ſanfter iſt, als eine ſchuͤttere. Darin liegt denn der Grund, daß jene in doppelter Hinſicht lucrativer fuͤr den Schafzuͤchter iſt, wie dieſe, weil ſie naͤmlich nicht allein mehr Menge, ſondern auch eine hoͤhere Guͤte gewaͤhrt.
6) Klare und filzige Wolle. Wenn in der


